Pfarrer Axel Dück geht nach 34 Jahren in Solz in den Ruhestand

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Pfarrer Axel Dück geht in den Ruhestand: Fürs Foto setzte er sich vor der Solzer Kirche auf die sogenannte Baumelbank, die er und seine Frau Gloria der Gemeinde zum Abschied schenkten. Die Bank hat eine erhöhte Sitzfläche, damit man dort nicht nur die Seele, sondern auch die Beine baumeln lassen kann.

Solz. Unglaubliche 34 Jahre war Axel Dück Pfarrer in Solz. Er hat Einiges zu erzählen. Wir stellen ihn im Porträt vor.

Wenn ein Pfarrer das Kirchspiel Solz verlässt, gehört es zu seinen Pflichten, eine Chronik über seine Zeit dort zu schreiben. Für Axel Dück kommt da so Einiges zusammen. Schließlich war er 34 Jahre und sechs Monate lang Seelsorger der evangelischen Christen in Solz, Imshausen, Gilfershausen und Mönchhosbach. Jetzt geht er in den Ruhestand. Gestern ist er von seiner Gemeinde verabschiedet worden.

Bis zum letzten Tag im Dienst ging es rund im Pfarrhaus, und schon diese Woche ziehen Axel Dück und seine Frau Gloria nach Lohfelden, in eine Eigentumswohnung mit Blick auf den Herkules.

Eigentlich, so erinnert sich der Pfarrer, wollte er seinerzeit gar nicht nach Solz, sondern wegen der familiären Bindungen im Raum Kassel arbeiten. Doch der Prälat habe ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, die Stelle in Solz oder gar keine. Also zogen die Dücks mit Baby Marc ins Pfarrhaus ein und fühlten sich schnell heimisch. Auch die neu gebaute Solzer Kirche habe ihnen von Anfang an sehr gut gefallen, berichtete der 63-Jährige. „Man kann hier sehr viel gestalten.“

Immer war einer da

Sohn Simon kam während der Zeit in Solz zur Welt, und Gloria Dück beendete ihre theologische Ausbildung. Sie war einige Jahre Pfarrerin im Ehrenamt, übernahm später andere kirchliche Ämter. Sicher habe man in all den Jahren auch über einen Ortswechsel nachgedacht, erzählte Dück. „Aber entweder haben die Kinder gestreikt oder es hat anderweitig nicht gepasst.“

Zu den positiven Erinnerungen, die Dück aus dem Kirchspiel mitnehmen wird, gehört das Engagement der Menschen. „Wenn es irgendwo klemmte oder ein neues Projekt anstand, waren immer welche da, die vorangingen, die sich eingesetzt haben, zugefasst oder gespendet haben“, berichtete er.

Wandel ist spürbar

Gern wird er auch an schöne Familiengottesdienste zurückdenken, an den jährlichen Kirchengeburtstag in Solz oder an die Sommergottesdienste in den Gemeinden. Außerdem ist er sehr froh darüber, dass der Solzer Kindergarten, dessen Träger die Kirchengemeinde ist, bis heute erhalten werden konnte. Und dies trotz der demographischen Entwicklung, die im Kirchspiel Solz voll zu spüren ist. Die Zahl der Gemeindeglieder ging von 1800 im Jahr 1982 auf aktuell 950 zurück.

In Dücks Amtszeit fiel auch der Abriss des baufälligen Pfarrhauses in Solz. Bis es an gleicher Stelle neu errichtet wurde, lebte die Familie ein Jahr lang in Gilfershausen.

Lehrer für Physik

Eigentlich wollte Axel Dück Lehrer für Religion und Physik werden. Er änderte seine Meinung während seines Zivildienstes beim CVJM in Kassel, wo ihm der Umgang mit jungen Menschen in Verbindung mit der theologischen Arbeit besondere Freude bereitete.

Was Axel Dück im Ruhestand so alles anstellen will und wie es in Solz weitergeht, lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der Rotenburg Bebraer Allgemeine und im E-Paper.

Von Susanne Hefter

Quelle: HNA

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