Wildecker Stamm hatte eingeladen

300 Pfadfinder trafen sich am Fuß der Tannenburg

Eine Zeltstadt mit Turm: Die Pfadfinder richteten sich an einem idyllischen Platz in Nentershausen ein und verbrachten ein

Nentershausen. Mobiltelefone waren tabu, genauso tragbare Computer. Beim großen Pfadfinderlager unterhalb der Nentershäuser Tannenburg war keiner der Jugendlichen damit beschäftigt, Kurznachrichten zu tippen.

Der christliche Pfadfinder-Stamm „Adam von Trott“ aus Wildeck hatte anlässlich seines zehnjährigen Bestehens die Stämme der Landesmark Welfenland eingeladen. Über 300 Pfadfinder waren gekommen und hatten mit ihren großen schwarzen Zelten auf der Wiese ein Städtchen gebaut.

Die technischen Spielereien sind bei den Pfadfindertreffen nicht verboten, aber unerwünscht. Denn sie behinderten die direkte Komunikation, erklärt Kira Koeltze, 20-jährige Landesmarkführerin aus Hannover, die eine kurze Lederhose und, wie alle anderen, ein graues Hemd mit blauem Halstuch und zudem ein paar Arbeitshandschuhe am Gürtel trägt.

Brücken bauen

Handwerklich aktiv sind die Pfadfinder. Ruckzuck haben sie mehrere stabile Brückchen über den nach dem Regen wasserreichen Bach gebaut, der durch die Wiese mäandert. Andere sitzen im Kreis und spielen Spiele, malen, dösen in der strahlenden Sonne des Pfingstsonntags. Ein acht Meter hoher Turm aus Fichtenstämmen ist entstanden. An hohen Masten wehen die Banner der Pfadfinderstämme.

Der 23-jährige Tobias Rimbach ist beim Stamm „Adam von Trott“ der Stammesführer und deshalb viel gefragt an diesem Wochenende. Denn die Gastgeber haben alles organisiert. Rimbach ist Späher und trägt über dem Kreuzlilien-Abzeichen die Liliennadel am Hemd. Er schätzt an den Pfadfindern die Gemeinschaft. Die hier entstehenden Freundschaften begleiteten einen durch das ganze Leben, sagt er. Der christliche Hintergrund spiele für manche eine größere, für andere eine kleinere Rolle.

Fotos: Internationes Pfadfinderlage auf der Tannenburg

Internationes Pfadfinderlage auf der Tannenburg

Am Sonntag feierten die Pfadfinder mit den Pfarrern aus Wildeck und Obersuhl und Pröbstin Sabine Kropf-Brandau einen Gottesdienst. Pfarrer Winfried Schiel zeigte sich begeistert über die Zusammenkunft der Kinder und Jugendlichen. Hier, so hat Schiel beobachtet, würden die Starken den Schwachen helfen.

Quelle: HNA

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