Öffentliche Arbeitgeber müssen Beschäftigten mehr zahlen

Personalkosten steigen durch Tarifabschluss

Hersfeld-Rotenburg. Die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst wird bei Kreis und Kommunen für deutlich höhere Personalausgaben sorgen. Bei den Verhandlungen hatten sich die Tarifparteien vergangene Woche auf eine stufenweise Gehaltssteigerung von insgesamt 6,3 Prozent innerhalb von zwei Jahren geeinigt.

Für das Klinikum Bad Hersfeld bedeute die erste Stufe der Tariferhöhung eine Steigerung von 1,4 Millionen Euro, sagt Geschäftsführer Martin Ködding. Hinzu kämen die separat verhandelten Gehaltssteigerungen um vier Prozent für den Ärztlichen Dienst von 800 000 Euro. Für 2013 werde mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund neu verhandelt. „Wenn man einen Abschluss in gleicher Höhe unterstellt, entstehen durch die Tariferhöhungen über beide Jahre Mehrkosten von etwa 3,6 Millionen Euro“, sagt Ködding. Der Gesetzgeber gebe die Steigerungsrate für das Budget mit einem Prozent an. „Wir wollen unser Personal anständig bezahlen. Angesichts der Überschüsse bei den Krankenkassen appelliere ich an den Gesetzgeber, für eine Refinanzierung der Tarifsteigerung zu sorgen“, sagt Ködding.

Etwa 800 000 Euro zusätzlich kommen nach Angaben von Personalleiter Jörg Goßmann auf den Landkreis durch die erste Stufe der Erhöhung zu. Über die Kosten für 2013 seien erst konkrete Angaben möglich, wenn ein Stellenplan für dieses Jahr vorliege. In der Stadt Bebra entstehen nach Mitteilung vom Ersten Stadtrat Albert Fernau durch den Abschluss zusätzliche Kosten von 177 000 Euro für 2012 und 147 000 Euro für 2013. In Rotenburg steigen die Personalkosten für beide Jahre nach Auskunft von Bürgermeister Christian Grunwald um 360 000 Euro. Die Bad Hersfelder Stadtverwaltung wollte keine Angaben zu den Mehrkosten machen. Laut Büroleiter Rudolf Dahinten will der Magistrat erst die gesamte finanzielle Lage der Stadt prüfen. (jce) ZUM TAGE,

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Quelle: HNA

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