Nach acht gemeinsamen Jahren

Gilfershausen und Kompanie der Alheimer-Kaserne: Patenschaft aufgelöst

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Abschiedsgeschenk: Kompaniefeldwebel Henrik Stöber (links) überreichte dem Gilfershäuser Ortsvorsteher Norman Nieborowsky das Patenschaftsschild.

Rotenburg/Gilfershausen. Ein weiteres Stück Bundeswehrgeschichte der Region hat ein Ende. Die Patenschaft zwischen der fünften Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons 286 und Gilfershausen ist aufgelöst.

Wehmütig blickten alle Beteiligten auf die vergangenen acht Jahre zurück. „Wir hatten eine wunderschöne Zeit und viel Spaß zusammen. Ich würde mir wünschen, dass es solche Patenschaften auch in Zukunft in der Bundeswehr gibt“, sagte Henrik Stöber, Hauptfeldwebel der fünften Kompanie. Im Zuge der Auflösung der Patenschaft überreichte er dem Gilfershäuser Ortsvorsteher Norman Nieborowsky das Patenschaftsschild. „Unsere Kompanie nie wird es so nie mehr geben, Gilfershausen aber schon. Ich denke, dass der Ort ein schönes Plätzchen für das Schild finden wird“, fügte Stöber hinzu.

Weiterhin betonte er, dass ihm der Abschied sehr schwerfallen würde. Im Jahr 2006 übernahm seine Kompanie die Patenschaft mit Gilfershausen von einer früheren Einheit der Panzergrenadierer, seitdem hätten sich viele gute Freundschaften entwickelt. Auch Nieborowsky bedauerte das Ende der Patenschaft: „Ich bin erst seit zweieinhalb Jahren Ortsvorsteher, für mich war die gemeinsame Zeit zu kurz. Die Kompanie wird uns fehlen.“

Ein Geben und Nehmen 

Die Beziehung zwischen der Kompanie und dem Bebraer Stadtteil bezeichnete er als sehr harmonisch. „Die Soldaten haben bei Veranstaltungen in Gilfershausen immer kräftig geholfen und waren fest in unser Vereinsleben integriert. Auch auf zwischenmenschlicher Ebene hat alles gepasst“, erzählte er. Und Stöber ergänzte: „Es war ein Geben und Nehmen. Wir haben geholfen, wo wir konnten, im Gegenzug durften wir beispielsweise unsere Weihnachtsfeiern im Sporthaus in Gilfershausen austragen.“

Bereits in der vorigen Woche hatte die zweite Kompanie der Führungsunterstützer die Patenschaft mit der Gemeinde Alheim aufgelöst. „Da sterben nicht einfach nur Patenschaften, es stirbt auch ein Stück von Rotenburg. Es ist schade, dass die Soldaten nicht hierbleiben können“, erklärte Nieborowsky.

Wo genau das Partnerschaftsschild der fünften Kompanie aufgestellt wird, das sogar zweimal auf Auslandseinsatz in Afghanisten war, weiß der Gilfershäuser Ortsvorsteher noch nicht: „Ich habe schon eine Idee, aber das werde ich mit dem Ortsbeirat besprechen. So, wie das Schild zu den Soldaten gehörte, gehört es jetzt auch zu uns.“

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

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