Patenschaft zwischen Gemeinde Alheim und 2. Kompanie ist beendet

Sie lebten die Patenschaft, nun haben sie sie verhüllt: Als symbolischen Akt verhängten Mitglieder der Edelweißkameraden Sterkelshausen und des Schützenvereins Heinebach eine Glastafel mit dem Wappen der zweiten Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons 286, mit dem die Gemeinde Alheim nun keine Patenschaft mehr verbindet. Fotos: Janz

Alheim. Es ist wieder ein Abschied von einem Stück Bundeswehrgeschichte in der Region. Die Patenschaft der Gemeinde Alheim mit der zweiten Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons 286 ist beendet.

Es war ein Punkt auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung Alheim, und doch steckte mehr dahinter als nur ein offizieller Akt. Das wurde deutlich, als Bürgermeister Georg Lüdtke und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Marc Heinzerlin, Mitglieder zweier Vereine nach vorne baten. Der Schützenverein Heinebach und die Edelweißkameraden Sterkelshausen haben die Patenschaft mit der „2./286“ seit sieben Jahren mit Leben erfüllt.

Dabei hatten sie dazu gar nicht so viel Gelegenheit: „Die Soldaten waren immer irgendwo auf Reisen“, sagte Lüdtke über die zahlreichen Auslandseinsätze der Kompanie, die bis vor Kurzem ein Kontingent in Kabul stellte (wir berichteten).

„Als wir ausgerückt sind, waren noch 600 Mann in der Kaserne, jetzt sind es noch etwa 100“, machte Kompaniefeldwebel Stephan Bläschke, selbst ein Sterkelshäuser, die dramatischen Veränderungen in der Alheimer-Kaserne deutlich. Seine Kompanie hat inzwischen noch eine Antrittsstärke von etwa sechs Mann.

Offizieller Akt: Der Kompaniefeldwebel der „2./286“, Stephan Bläschke (links), und Marc Heinzerling, Vorsitzender der Gemeindevertretung, besiegelten das Ende der Patenschaft zwischen Gemeinde und Bundeswehreinheit.

Sie alle waren zum Abschiednehmen nach Alheim gekommen. „Wir wollen die eingegangene Patenschaft mit Anstand und Würde zu Ende führen“, sagte Bürgermeister Lüdtke. Und die Schützen und Edelweißkameraden fügten noch Herzlichkeit hinzu, als sie die Soldaten verabschiedeten.

Heimat gefunden 

„Wir haben hier eine Heimat gefunden, es sind Freundschaften entstanden, viele Feiern bleiben in Erinnerung“, sagte Bläschke, und fügte hinzu: „Das muss alles jetzt beendet werden.“ Doch noch seien ja nicht alle weg. Bis die letzten Führungsunterstützer die Alheimer-Kaserne verlassen, werde es noch manche Gelegenheit geben, um sich zu sehen. „Wir besiegeln es heute offiziell, werden die Freundschaft aber nicht aufgeben, solange wir da sind.“

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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