Alheim und Schützenverein Gudetal stimmen sich bei Sperrzeiten ab

Obergude. Die Überlegungen der Bürgermeister im Landkreis, die Auflagen für Kirmes- und Discoveranstaltungen zu verschärfen, hat für einen Aufschrei bei jungen Leuten gesorgt. Eines der beliebtesten Feste ist die Pfingstkirmes Obergude.

Deren Veranstalter, der Schützenverein Gudetal, und die Gemeinde Alheim haben nun Eckpunkte vereinbart, um Lärm- und Jugendschutz zu gewährleisten.

Lesen Sie auch:

-Von normal bis super plus

Seit 20 Jahren gibt es die Disconacht von Obergude. Am Pfingstsonntag, 19. Mai, werden voraussichtlich wieder 2000 bis 2500 Menschen zur Party in den 200-Seelen-Ort kommen, erwartet der Schützenverein-Vorsitzende Jürgen Dietrich: „Natürlich passiert da schon mal etwas, aber wir haben es ganz gut im Griff“, sagt Dietrich, der auf die gute Zusammenarbeit mit Rotem Kreuz und Polizei setzt.

Insgesamt 60 Helfer in knallgelben T-Shirts sind im Einsatz, damit bis in die frühen Morgenstunden ohne Ärger gefeiert werden kann. Sie schenken mit Bedacht Alkohol aus, achten beim Einlass darauf, dass nur Jugendliche über 16 Jahre zur Party kommen, und drehen Runden im Ort, um Beschädigungen zu verhindern: „Aus jeder Familie ist jemand dabei, das hilft bei Problemen“, sagt Dietrich.

„Die Spielregeln sind vorhanden, und die Veranstalter bemühen sich, dass sie auch eingehalten werden“, sagt Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke. Es liegt an der Gemeinde, die Sperrzeit für Feste wie die Oberguder Kirmes zu verkürzen. Solange die Veranstalter ihrer Verantwortung nachgehen, gebe es keinen Grund, sie einzuschränken: „Diese Feste sind der Höhepunkt im Dorfleben, wir sind froh, dass es sie gibt“, sagt Lüdtke, „warum sollten wir dagegen sein?“

Eine wichtige Funktion hat das Discoteam, das über Lautstärke und Musikauswahl die Stimmung steuern kann. Da die Absprache zuletzt schwierig war, hat sich der Schützenverein mit dem Veranstaltungsservice Bo-Music aus Waldkappel einen neuen Partner gesucht, sagt Dietrich: „Der Knackpunkt ist die Musik.“ DJ Achim Borschel weiß, welche Verantwortung er hat: „Ich kann die Gäste beruhigen oder aufputschen, deshalb muss ich ständig darauf achten, was im Zelt los ist.“ Er will eng mit dem Veranstalter dafür zu sorgen, dass die Feier bis zum ruhigen Ausklang am frühen Morgen gesittet abläuft, damit vor allem Jugendliche nicht gefährdet werden.

Dafür seien aber nicht nur die Veranstalter verantwortlich, sagt Bürgermeister Lüdtke. Er nimmt auch die Eltern in die Pflicht. Sie sollen ihren Kindern ins Gewissen reden, damit die Party ohne Exzesse abläuft.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

Kommentare