Bebra und Knaresborough sind seit 45 Jahren freundschaftlich verbunden

Die Partnerschaft pflegen

45 Jahre Partnerschaft Bebra-Knaresborough: Das Finale des Festabends bestritten gemeinsam die Gospel Singers aus Bebra und die Knaresborough Choral Society mit „Amazing Grace“. Fotos: Vöckel

Bebra. Zur Kirmes kommen Engländer nach Bebra. Das ist seit 45 Jahren Tradition. Der Anlass: So lange besteht schon eine Partnerschaft zwischen der hessischen Kommune und der englischen Stadt Knaresborough.

In diesem Jahr war es mit über 40 Gästen eine besonders große Zahl, die zusammen mit den Gastgebern die freundschaftliche Verbundenheit im Hotel Hessischer Hof feierte. Organisiert hatte den Festabend zum 45-jährigen Bestehen der Verschwisterung der Partnerschaftsverein Bebra-Knaresborough.

„Das Ziel der Städtepartnerschaft ist das ehrliche Wollen, im Bemühen um Völkerverständigung mitzuwirken“, sagte Vorsitzende Nortrud Hoffmeister. Es ging und gehe darum, die junge Generation von Vorurteilen der Vergangenheit zu befreien und damit zur Völkerverständigung, zur Einigung Europas und zum Frieden in der Welt beizutragen. Bebra und Knaresborough hätten beide erklärt, in dauernder Partnerschaft miteinander verbunden bleiben zu wollen.

Weitere Ziele: enge freundschaftliche Kontakte miteinander zu pflegen, den Austausch von Vertretern der Jugend, der Schulen sowie von kulturellen und anderen Vereinigungen zu fördern, Ideen auszutauschen und für Frieden und Wohlergehen ihrer Bürger einzustehen.

Für 25 Jahre Treue: Hans-Dieter Bolte (von links) und Bärbel Ahlswede wurden von der Vorsitzenden Nortrud Hoffmeister geehrt.

Diese Ziele wurden beim Festabend mit dem Austausch von Urkunden zwischen Bebras Bürgermeister Uwe Hassl und seinem englischen Amtskollegen Tony Handley erneuert.

Groß war die Zahl der Festredner, die die Partnerschaft zwischen den beiden Städten würdigten. Dazu gehörten die beiden Bürgermeister und die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, aber auch der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth.

Für ihn ist Europa trotz aller Kritik das größte Friedensprojekt. Darin eingebunden seien die beiden Städte, die mit ihrer Partnerschaft eine starke Brücke bildeten.

„Diese Partnerschaft muss gepflegt und immer wieder neu justiert werden“, sagte der stellvertretende Bebraer Stadtverordnetenvorsteher Volkmar Hanf. Eine solche Verbindung benötige Vorbilder. Das sei die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Nortrud Hoffmeister.

Zu diesem Kreis gehört auch Bebras Ehrenbürgermeister Horst Groß, der für seine Verdienste um die Partnerschaft vor zwei Jahren zum Ehrenbürger von Knaresborough ernannt worden war. Groß: „Es macht mich stolz, von einer englischen Stadt eine so außergewöhnliche Ehrung erhalten zu haben.“

Für Barbara Weiler, die ehemalige EU-Abgeordnete, war der gemeinsame Besuch von Delegationen aus Bebra und Knaresborough im europäischen Parlament in Straßburg ein besonderes Erlebnis.

Die habe sie durchgesetzt gegen den Widerstand der EU-Verwaltung. Die 45 Jahre der Partnerschaft wurden in Bildern von Hans-Jürgen Hoffmeister vorgestellt. (zvk)

Quelle: HNA

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