Seit 45 Jahren pflegen das englische Knaresborough und Bebra engen Kontakt

Partnerschaft ist hellwach

Schnupperreise 1967: Eine Delegation aus Bebra war zu Gast in Knaresborough. Von links Friedrich Nemnich; Bürgermeister G. A. Holch; Bürgermeister August-Wilhelm Mende; Town Clark Barnett, Joachim Haase; Heinrich Knierim und Hans Horn, der heute Ehrenbürger der Stadt Bebra ist. Foto:  nh

Bebra. Mit einem Brief des damaligen Bürgermeisters August-Wilhelm Mende begann die Freundschaft zwischen Bebra und dem nordenglischen Knaresborough. Am 23. Februar 1968 schrieb er an den Magistrat von Knaresborough:

„Sehr geehrte Herren!

Der Rat der europäischen Gemeinden in Paris teilte uns mit, dass Sie an der Verschwisterung mit einer deutschen Stadt ähnlicher Größe wie die Ihrige interessiert seien.

Unsere Stadtverordnetenversammlung ist der Auffassung, dass wir die Verschwisterung mit einer europäischen Stadt anstreben sollten, da wir auf diese Weise in der Lage sind, zu einem besseren Verständnis unter allen europäischen Bürgern beizutragen.

Wir halten die Verschwisterung mit einer englischen Stadt für geeignet, um die Jugend unserer Länder vor den Vorurteilen früherer Generationen zu bewahren. ...“

1969 war es dann so weit: Die Verschwisterungsurkunde wurde in Bebra unterzeichnet, ein Jahr später in Knaresborough.

Damit wurde vor 45 Jahren eine Entwicklung in Gang gesetzt, die über sehr viele Kontakte, gegenseitige Besuche und gemeinsame Erlebnisse zu engen Bindungen und vielen Freundschaften zwischen Bebra und Knaresborough geführt habe, erklärt Nortrud Hoffmeister, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, der 1988 gegründet wurde.

Denn Träger dieser Verbindungen waren – neben offiziellen Vertretern der beiden Städte – insbesondere auch die Vereine und Schulen beider Städte, die die Kontakte über viele Jahre weiter entwickelten.

Vielen Jugendlichen wurde so zum ersten Mal ein Aufenthalt in Familien in einem anderen Land ermöglicht.

Der Partnerschaftsverein brachte neue Impulse. In Kooperation mit der Stadtverwaltung ist der Verein Ansprechpartner, Organisator und „Mädchen für alles“ in Sachen „Town Twinning“.

Während andere Städtepartnerschaften in der Zwischenzeit ganz oder teilweise eingeschlafen sind, ist diese Partnerschaft hellwach und dynamisch.

Bis heute übt Vorsitzende Nortrud Hoffmeister dieses (Ehren)amt aus.

Über die Bäwersche Kirmes vom 2. bis 7. Oktober werden 40 Besucher aus Knaresborough erwartet.

Die Freunde aus der Partnerstadt wollen nicht nur alte und neue Bekannte treffen und an der Kirmes teilnehmen, sondern sie wollen auch den 45. Jahrestag der Städtepartnerschaft gebührend feiern.

Kontakt: 1. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bebra-Knaresborough, Nortrud Hoffmeister, Telefon 06622/ 2417.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

Kommentare