Erste Fälle von Vandalismus

Parkplatz unter Rotenburger Brücke unbeleuchtet

Finstere Ecke: Während auf der Brücke der Städtepartnerschaft die Laternen hell leuchten, ist es auf dem Parkplatz unter dem Bauwerk ohne Beleuchtung sehr dunkel. Foto: Janz

Rotenburg. Wer nachts über die Brücke der Städtepartnerschaft in Rotenburg geht, muss keine Angst haben. 34 Laternen leuchten die Fuldabrücke bestens aus. Anders sieht es unter dem frisch sanierten Bauwerk aus:

Der Parkplatz unter der Brücke liegt in der Dunkelheit. Beleuchtung Fehlanzeige. Inzwischen hat es die ersten Fälle von Vandalismus gegeben.

Anfang Januar haben Unbekannte ein Auto ringsherum zerkratzt. Je dunkler die Umgebung ist, umso eher könnten die Taten unbeobachtet begangen werden, sagt Polizeisprecher Manfred Knoch. Er will noch nicht davon sprechen, dass das Gelände unter der Brücke ein besonderer Gefahrenpunkt sei. Dafür gebe es ein gutes halbes Jahr nach Freigabe der sanierten Brücke noch keine Anhaltspunkte.

Doch dunkle Ecken seien grundsätzlich ein Problem. Gerade in Städten wie Rotenburg, Bebra und Bad Hersfeld. „Deshalb empfehlen wir Autofahrern, ihren Wagen auf einem Parkplatz abzustellen, der durchgängig beleuchtet ist“, sagt Knoch. Gerade nach 1 Uhr, wenn Menschen angetrunken aus der Kneipe kommen, sei es wichtig, dass die Straßen beleuchtet sind.

Früher gab es unter der Brücke mehrere Lampen. Seit der Sanierung sind sie weggefallen. Warum, kann Cornelia Höhl, Pressesprecherin der Landesstraßenbehörde Hessen Mobil, nicht sagen: „Vielleicht hat bei der Planung einfach niemand daran gedacht.“ Ihre Behörde sei für die Beleuchtung des Parkplatzes ohnehin nicht zuständig. Hessen Mobil stelle der Stadt lediglich das Gelände zur Verfügung.

Geld im Haushalt nötig

Die Rotenburger Stadtverwaltung will sich gerne um das Problem kümmern, erklärte der Leiter des Bauamts, Gerhard Klöpfel, auf Nachfrage. Dafür müsse allerdings Geld im Haushalt 2013 eingestellt werden, der bislang noch nicht einmal als Plan in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht ist. Üblicherweise sei im Etat nur wenig Geld für neue Laternen vorgesehen, sagt Klöpfel.

Dabei könne es sein, dass die nachträgliche Beleuchtung nicht ganz billig wird. An einer fertigen Brücke, bei der es auch auf die Statik ankommt, könnten nicht ohne Weiteres Löcher gebohrt werden, um ein paar Lampen festzuschrauben. „So einfach ist es nicht“, sagt Klöpfel.

Sein Amt werde sich mit Hessen Mobil in Verbindung setzen, um abzustimmen, wo und wie die finstere Ecke unter der Brücke erhellt werden kann. Bei der Landesbehörde signalisiert Sprecherin Höhl bereits, dass es Möglichkeiten gebe, um die Beleuchtung nachträglich anzubringen: „Das machen wir gerne.“

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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