Ostern ist längst das kleine Weihnachten - Kirche kritisiert Kommerz

Hersfeld-Rotenburg. Schoko-Osterhasen und bunte Eier gehören zum Osterfest dazu. Doch in vielen Familien werden offenbar auch größere Spielsachen, Handys oder Computerspiele verschenkt.

48 Euro würden Eltern laut der aktuellen Umfrage eines Spielwaren-Händlers im Schnitt für die Ostergeschenke ausgeben.

„Ostern ist für die Spielwarenbranche das kleine Weihnachten“, sagt auch Jürgen Thielemann von Spielwaren Sulzer in Bad Hersfeld. Der Ostermonat sei der Monat mit dem drittstärksten Umsatz im Jahr. Besonders beliebt seien Lego und Playmobil, aber wegen des Frühlings würden auch Inlineskates, Skateboards oder Sandmuscheln gut verkauft.

Auch die neue Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte St. Georg in Rotenburg, Jennifer Kaßner, hat festgestellt, dass viele Kinder heute Ostern mit Weihnachten verwechseln. „Viele wissen nicht, was es mit der wahren Bedeutung von Ostern auf sich hat“, sagt Kaßner. In der Tagesstätte wolle man den Kindern vermitteln, dass Ostern seinen Ursprung in der Auferstehung Jesu habe. Aus den vergangenen zehn Jahren als Erzieherin wisse sie, dass viele Eltern ihren Kindern zu Ostern Geschenke machen, die eigentlich zu groß für ein Osternest sind, sagt Kaßner.

Die Kirchenvertreter im Landkreis sehen die zunehmende Kommerzialisierung des höchsten Kirchenfestes kritisch.

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Quelle: HNA

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