Einstimmiger Beschluss des Stadtparlaments

Ortsumgehung Lispenhausen:  Anschluss an B27 wird favorisiert

Rotenburg. Die Kommunalpolitiker sind sich einig: Sollte es möglich sein, die Ortsumgehung Lispenhausen direkt an die Bundesstraße 27 bei Bebra anzubinden, soll diese Variante vorgezogen werden. Sprechen gewichtige Gründe dagegen, bleibt es beim Planungsauftrag für die ortsnahe Umgehung, für die bereits Untersuchungen laufen.

Grundsätzlich sieht die Stadtverordnetenversammlung weiterhin den vordringlichen Bedarf zum Bau der Ortsumgehung und den Bau der dritten Fuldabrücke. Das sind die Inhalte eines einstimmig gefassten Beschlusses. Anlass ist eine neue Rechtsprechung - wir berichteten.

„Durch diese geänderte Rechtsprechung kommt eine Möglichkeit ins Spiel, die schon viele, viele Jahre im Gespräch war“, sagt Bürgermeister Christian Grunwald. Er warnte jedoch: Es gehe zunächst nicht um die Vorplanung einer weiteren Variante, sondern nur um die Betrachtung eines Korridors. Unter den Aspekten des Vogel- und Naturschutzes werde abgewogen, ob und wie eine „Talvariante“ möglich sei.

Wenn die Möglichkeit bestehe, die Umgehung in dieser Form zu bauen, sollte das Votum der Stadtverordneten schon auf dem Tisch liegen, erklärte Grunwald seine Initiative. Er dankte Lispenhausens Ortsvorsteher Manfred Knoch und Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch für deren Unterstützung bei vielen Gesprächen mit Behörden und Ministerien. Gemeinsam habe man gekämpft, um eine für möglichst viele Menschen akzeptable Umgehung zu bekommen. Auch Knoch (SPD) hofft auf die Variante, „die im Ort eine hohe Akzeptanz hat.“

Heinz-Schlegel (CDU) dankte denn auch „dem Bürgermeister und seinen Mannen“ für deren Engagement. Er hoffe, dass diese Talvariante realisierbar sei. Sein Fraktionschef Jonas Rudolph sprach von einem „Hoffnungsschimmer“, denn die Talvariante sei die, die von allen Lispenhäusern bevorzugt werde. Es sei schwer zu verstehen, dass nun die Prüfung einer Variante ins Gespräch komme, die zuvor von den Planern kategorisch ausgeschlossen worden war.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare