Unterstützung vom Land: Organisierter Familiensinn in Rotenburg

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Hilfe für die Bürgerhilfe: Das Land Hessen fördert den Kreis und damit den Rotenburger Verein. Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel (im Vordergrund von links) und Heinz Schlegel von der Bürgerhilfe sowie weitere Mitglieder vor den Räumen an der Weingasse.

Rotenburg. Das Land Hessen unterstützt die Generationenhilfe im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Die Bürgerhilfe Rotenburg dient als Vorbild.

Ehrenamtliches Engagement kann dabei helfen, mit den Folgen des demografischen Wandels klarzukommen. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg soll das Netzwerk Generationenhilfe Nordhessen diesen Einsatz fördern. Unterstützt wird er dabei vom Land Hessen.

Sozial-Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel hat 8000 Euro in Rotenburg vorbeigebracht, die in Personal und Know-how für das Netzwerk fließen. Direkt begünstigt wird die Bürgerhilfe Rotenburg, die unter dem Motto „geben und nehmen“ die gegenseitige Hilfe über die Generationen hinweg managt.

„Diese Generationenhilfe ist organisierter Familiensinn“, sagte Dippel, als er sich in den Räumen der Bürgerhilfe über ihre Arbeit informierte. Es sei ein Geschenk, wenn Menschen älter werden, doch das bringe auch Probleme mit sich. Die Mitglieder der Bürgerhilfe begleiten Senioren auf dem Weg zum Arzt, erledigen Einkäufe und Schreiben an Behörden. „Damit haben Sie eine Vorbildfunktion, die andere bereits abgeschaut haben“, lobte Dippel.

Finanzielle Anerkennung 

„Als überwiegend ländlich strukturierter Kreis kennen wir die Sorgen und Probleme der älter werdenden Menschen“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerhilfe und Kreisbeigeordnete Heinz Schlegel, der das Geld des Landes für den Kreis entgegennahm. In Hersfeld-Rotenburg sind inzwischen zwölf Generationeneinrichtungen entstanden. Mit den 8000 Euro setzt das Land seine Förderung seit 2012 fort, wobei es zuvor mehr Geld gab. „Das ist nicht die Riesensumme“, gab Dippel zu, „aber eine Anerkennung Ihrer Arbeit, die man hauptberuflich gar nicht leisten und bezahlen kann.“

Die Mitglieder der Bürgerhilfe verbinde die Erkenntnis, dass ehrenamtlich etwas getan werden muss, damit die Menschen nicht vereinsamen, sagte der Ehrenvorsitzende Otto Brett. Wenn die Leute klagen, es sei nichts los, dann müsse man eben selbst den Stein ins Rollen bringen. Das habe auch Vorteile für die Helfer: „Wer sich im Ehrenamt engagiert, bleibt jung“, sagte Brett.

Das will vielleicht auch die Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt (CDU): Sie brachte zwar kein Geld mit, wird aber in den Sommerferien zehn Stunden bei der Bürgerhilfe arbeiten. Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald sicherte dem Verein zu, dass die Stadt der Bürgerhilfe weiter die Räume zur Verfügung stellen werde. „Und wir werden das Unsere tun, um dieses Modell-Projekt zu einem Erfolg weiterzuentwickeln“, versprach Heinz Schlegel für Kreis und Bürgerhilfe.

Quelle: HNA

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