Von Mai bis Oktober droht Stau

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Soll von Grund auf erneuert werden: Die Bundesstraße 83 im Bereich der Ortsdurchfahrt (Bild) im Rotenburger Stadtteil Lispenhausen.

Lispenhausen. Das Flickwerk hat ein Ende: Die Bundesstraße 83 im Bereich der Ortsdurchfahrt Lispenhausen wird in diesem Jahr grundlegend erneuert. Von Mai bis Oktober ist auf der vielbefahrenen Straße mit Staus und Behinderungen auch für die Anwohner zu rechnen.

Für 1,35 Millionen Euro soll die rund 1600 Meter lange Ortsdurchfahrt samt Unterkonstruktion der Straße komplett erneuert werden. Die jahrzehntealte und immer wieder reparierte Fahrbahn entspricht nicht mehr den bautechnischen Vorgaben und weist Spurrinnen, Risse sowie Verdrückungen und Durchbrüche der Asphaltkonstruktion auf.

Von einer „Operation am offenen Herzen unseres Dorfes“ sprach Rotenburgs neuer Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) in der Bürgerversammung zur Vorstellung der Straßenbaupläne. Und auch Ulrich Wieditz von der hessischen Straßenbauverwaltung, die jetzt Hessen Mobil heißt, sagte klipp und klar: „Das ist nicht ganz einfach, es wird zu Behinderungen kommen.“ Dafür bat Wieditz um das Verständnis der Bewohner der Rotenburger Stadtteils.

Weil auf der B 83 im Durchschnitt täglich 14.600 Autos, darunter viele Lastwagen, unterwegs sind, kann die Straße nicht längere Zeit teilweise gesperrt werden. „Wir müssen unter Verkehr bauen“, erklärte Wieditz. Dafür haben die Planer vom hessischen Straßen- und Verkehrsmanagement in Zusammenarbeit mit dem Bad Hersfelder Bauunternehmen Räuber, das die Arbeiten ausführt, die Straßenerneuerung in insgesamt elf Bauabschnitte aufgeteilt (siehe Hintergrund). Die jeweils kurze Baulänge von 150 Metern soll verhindern, dass vor den Ampeln, die den Verkehr auf der im jeweiligen Bauabschnitt nur noch einspurigen Straße regeln, allzu lange Staus entstehen.

Es wird jeweils eine Woche dauern, bis ein Abschnitt auf einer Spur fertiggestellt ist. In dieser Zeit müssen die Anwohner mit zusätzlichen Behinderungen rechnen. Wir direkt an der Nürnberger Straße wohnt, kann seine Garage oder seinen Stellplatz fürs Auto nicht nutzen, weil der gesamte Straßenunterbau 40 Zentimeter tief ausgebaggert wird. Auch die Zufahrt auf die B 83 aus einmündenden Straßen ist dann eine Woche lang nicht möglich. Deshalb wird es Umleitungen über andere Straßen in Lispenhausen geben, um von oder zur B 83 zu gelangen.

Der Straßenbau „wird das Leben in Lispenhausen ein halbes Jahr lang erheblich beeinträchtigen“, ahnt Ortsvorsteher Manfred Knoch. Er zeigte sich aber ebenso wie Bürgermeister Grunwald zuversichtlich, dass die lange geforderte Erneuerung der maroden Ortsdurchfahrt in der geplanten Zeit und mit vertretbaren Einschränkungen zu bewerkstelligen ist. „Lasst es uns gemeinsam anpacken“, appellierte Knoch an seine Mitbürger in Lispenhausen.

(ach)

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Quelle: HNA

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