Museum Nentershausen öffnet morgen – Grubenlampen-Ausstellung überarbeitet

Ohne Licht geht es nicht

Erinnerung an die Bergbauzeit: Museumsleiter Heinz Probst in der Grubenlampen-Ausstellung des Heimat- und Bergbaumuseums Nentershausen. Die Lampe in seiner Hand ist etwa 300 Jahre alt. Foto: Eisenberg

Nentershausen. „Ein Bergmann ohne Licht ist ein armer Wicht“, lautet ein deutsches Sprichwort. Grubenlampen waren für Bergleute seit jeher unverzichtbar, schließlich konnten sie ohne Lichtquelle nicht ihrer Arbeit nachgehen. Die Lampenstube im Heimat- und Bergbaumuseum Nentershausen dokumentiert die Entwicklung der Leuchten für die Arbeit unter Tage.

Reste eines Kienspans, die in einem österreichischen Salzbergwerk gefunden wurden, ölgefeuerte Kopfschellen oder Froschlampen, die ersten Sicherheits-Grubenlampen, Karbidleuchten, Akkulampen und zahlreiche weitere Lichtquellen finden sich in der mehrere hundert Exponate umfassenden Lampen-Sammlung, die im vergangenen Herbst neu konzipiert worden ist. „Etwa die Hälfte der Lampen ist als Leihgabe des Rotenburger Rodenberg-Hotels dazugekommen“, berichtet Museumsleiter Heinz Probst.

Ab morgen geöffnet

Ab dem morgigen Karfreitag ist das Museum im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude nach der Winterpause wieder geöffnet. Dann können die Besucher nicht nur die Grubenlampen bestaunen, sondern auch die übrigen Exponate.

Was Probst und seine Mitstreiter vom Museumsverein seit dem Jahr 1985 in ehrenamtlicher Arbeit zusammengetragen haben, kann sich sehen lassen: Werkzeuge, Maschinen, Kleidungsstücke und Mineralien erinnern an die Zeit, als im Richelsdorfer Gebirge noch Kupferschiefer, Kobalt, Nickel und Schwerspat abgebaut wurden. Anschaulich wird der Arbeitsalltag von den Anfängen im 12. Jahrhundert bis zum Ende im Jahr 1966, als technische Errungenschaften wie Bohrhämmer die schwere Arbeit etwas erleichterten, dargestellt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Originalfotos aus der Vor-, Kriegs- und Nachkriegszeit, als rund um Nentershausen bis zu 3000 Menschen im Bergbau arbeiteten. Wie Bergleute und Dorfbewohner in früheren Jahrhunderten lebten, ist in der Heimatabteilung des Museums dargestellt. Maschinen und Geräte aus der Land- und Forstwirtschaft, Küche und Schusterwerkstatt zeugen von der Lebens- und Arbeitswelt vergangener Jahrhunderte.

Die Exponate auf dem Außengelände stehen überwiegend im Zeichen des Bergbaus: Eine Grubenlokomotive und verschiedene Förderwagen sind dort ausgestellt. Besuchergruppen können sogar nach Voranmeldung in einem von einer Akku-Lok gezogenen Grubenzug durch einen nachgebauten Bergwerksstollen fahren.

Öffnungszeiten: Von Karfreitag bis 31. Oktober an jedem Sonn- und Feiertag von 13 bis 17 Uhr. Gruppenführungen, auch mit Grubenbahnfahrten oder Kaffee und Kuchen, nach telefonischer Vereinbarung unter: 06627 /274, 06627/919591 oder 06627/8168.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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