Cornberger Haushalt: Gemeinde muss nächstes Jahr neue Schulden machen

Ohne Kredit geht es nicht

Cornberg. Trotz der prekären Finanzlage von Cornberg und einer vorgesehenen Neuverschuldung von 67 000 Euro im kommenden Jahr geht Bürgermeister Achim Großkurth davon aus, dass die Gemeinde im Jahr 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann – wenn keine unvorhersehbaren Kosten auf die Gemeinde zukommen oder die Einkünfte nicht nicht wie geplant erzielt werden können.

Wenn die Dorferneuerung Cornberg 2015 beendet ist, will die Gemeinde nur noch investieren, wenn Förderung von Dritten und die allgemeine Investitionspauschale die Investitionen decken, erklärte der Bürgermeister.

Die Gemeinde Cornberg will im kommenden Jahr 2013 insgesamt 173 000 Euro investieren. Größter Posten ist die Umgestaltung des Marktplatzes, in den 137 000 Euro fließen sollen. Das erklärte Bürgermeister Achim Großkurth kürzlich bei der Vorlage des Haushaltsplans für 2013.

13 000 Euro sind für die Cornberger Dorfchronik eingeplant. Die übrigen Investitionen dienen der Ersatzbeschaffung, etwa einem neuen Server für die Verwaltung oder Atemschutz für die Feuerwehr. An Fördergeld erwartet Cornberg 106 000 Euro, sodass im Finanzhaushalt noch etwa 67 000 Euro fehlen, die über einen neuen Kredit abgedeckt werden müssen. Allerdings sinken laut Haushaltsentwurf die Verbindlichkeiten für langfristige Kredite im nächsten Jahr um 24 000 Euro.

Die klamme Gemeinde rechnet mit besseren Einnahmen aus der Grund- und Gewerbesteuer und höheren Zuweisungen sowie andererseits mit geringeren Aufwendungen als in diesem Jahr, weil sie weniger Umlage an den Kreis und geringere Zinsen zahlen muss.

m Ergebnishaushalt fehlen etwa 174 000 Euro bei Aufwendungen von 2,2 Mio. Euro. Selbst wenn zahlungsunwirksame Aufwendungen wie Pensionsrückstellungen und Abschreibungen außen vor bleiben, bleibt noch ein Fehlbetrag von 85 000 Euro.

Zum Begleichen eingehender Rechnungen bleibt der Höchstbetrag des Kassenkredits, vergleichbar einem Überziehungskredit, bei vier Mio. Euro.

Wie schon berichtet, müssen auch die Steuersätze angehoben werden. Die Grundsteuer A steigt von 310 auf 350, die Grundsteuer B von 290 auf 330 und die Gewerbesteuer von 310 auf 340 v. H.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

Kommentare