Vor 40 Jahren zogen die Bewohner in das Kreisaltenzentrum am Emanuelsberg ein

Offene Türen zum Geburtstagsfest

Das Kreisaltenzentrum am Emanuelsberg, auch Kratzberg genannt, wurde vor 40 Jahren fertiggestellt. Im Juli 1972 zogen die ersten Bewohner dort ein. Seit dem Umzug des Altenzentrums in die Innenstadt steht das Gebäude leer. Foto:  Archiv

Rotenburg. 40 Jahre sind es jetzt genau her, dass das Kreisaltenzentrum in Rotenburg seinen Betrieb aufnahm: Im Juli 1972 zogen die ersten Bewohner in das neu errichtete Gebäude am Emanuelsberg ein, auch unter dem Namen Kratzberg bekannt. 35 Jahre lang war das Altenzentrum dort beheimatet, bis vor fünf Jahren wieder ein Umzug anstand: in den Neubau am Steinweg mitten in der Stadt. Das 40-jährige Bestehen der Einrichtung in Rotenburg wird dort am kommenden Samstag, 14. Juli, mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Vor 1972 war das Altenheim des Kreises Rotenburg im Richelsdorfer Schloss untergebracht. Allerdings gab es dort nur 37 Plätze, und die Ausstattung war nicht mehr zeitgemäß, berichtete Lothar Hanstein im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Lispenhäuser verwaltete das Altenheim in Richelsdorf seit 1965 vom Rotenburger Landratsamt aus und war von 1972 bis 1997 Verwaltungsleiter am Kratzberg.

Schon 1965 hatte sich der Kreistag des damals noch selbstständigen Kreises Rotenburg für ein neues Altenzentrum in der Fuldastadt ausgesprochen. Man entschied sich für einen Bauplatz in unmittelbarer Nähe des Kreiskrankenhauses. „Krankenhaus, Schwesternwohnheim und Altenheim sollten eine Einheit bilden“, erläuterte Lothar Hanstein. Alle drei Einrichtungen wurden zum Beispiel an ein gemeinsames Heizkraftwerk angeschlossen.

Für die Entscheidung, am Kratzberg zu bauen, sprach aus damaliger Sicht auch die ruhige Lage im Grünen. „Außerdem waren zwei Drittel unserer damaligen Bewohner noch so mobil, dass sie den Weg in die Stadt bewältigen konnten.“

Sechs Millionen Mark

Baubeginn für das Altenzentrum war im September 1969, im April 1971 feierte man Richtfest. Die Kosten beliefen sich inklusive Grundstück und Außenanlagen auf knapp sechs Millionen Mark, hinzu kamen 900 000 Mark für die Einrichtung. Das Altenzentrum bestand aus einem Altenheim mit 80 Betten und einem Pflegeheim mit 46 Betten. „Gleich nach der Eröffnung waren wir voll belegt“, berichtete der damalige Verwaltungsleiter. Alle Bewohner aus Richelsdorf und das Personal waren mit umgezogen. „Unser Haus galt damals als hochmodern.“ ARTIKEL UNTEN, HINTERGRUND

Von Susanne Hefter

Quelle: HNA

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