Firma Kurt Günther beteiligt sich an Anlagen

Ölhändler setzt auf Windenergie

Rotenburg. Der Mineralölhändler Kurt Günther stellt sein Geschäft auf breitere Beine und investiert in regenerative Energien. Die Rotenburger Firma hat mit Partnern der Avia-Gruppe zwei Windkraftanlagen im brandenburgischen Doberlug-Kirchhain in Betrieb genommen.

Knapp sieben Millionen Euro kosten die Windräder, die eine Höhe von 150 Metern haben. Sie haben nach Firmenangaben eine Leistung von bis zu vier Megawattstunden und versorgen bis zu 3000 Haushalte mit Strom.

Die Anlagen stehen im Ortsteil Trebbus, etwa auf halber Strecke zwischen Dresden und Berlin. Beteiligt waren 15 Gesellschafter und die Avia Mineralöl-AG. Avia ist ein Zusammenschluss mittelständischer Mineralölhändler in Europa.

„Das Projekt Trebbus zeigt, wie wichtig ein partnerschaftlicher Verbund für die ökonomische Perspektive kleinerer und mittelständischer Unternehmen ist“, sagte der Geschäftsführer von Kurt Günther, Heinz Haacke.

Der Bau der Anlagen ist Teil einer größeren Strategie, mit der Kurt Günther die Geschäftsgrundlage ausbaut – weg vom ausschließlichen Handel mit Öl und Benzin, hin zu einem breiteren Angebot. „Wir verstehen uns als Energielieferant“, sagt Mitarbeiter Markus Klöpfel. Holzpellets gehören schon länger zum Angebot. Seit Anfang des Jahres können sich die Kunden auch Strom liefern lassen. Der wird teilweise eingekauft, teilweise selbst produziert: von den Fotovoltaikanlagen auf den Dächern aller Firmengebäude und nun auch von Windrädern in Brandenburg. Der Handel mit Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen bleibe aber auch weiterhin der Schwerpunkt des Geschäfts.

„Unsere Beteiligung an den beiden Windkraftanlagen zeigt die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft unseres Unternehmens“, sagt Heinz Haacke. Die Firma wolle die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende nutzen. Die Geschäftsfelder umfassten bisher Tankstellen, Kraftstoffe, Schmierstoffe und Heizöl. (mcj)

Quelle: HNA

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