Toom-Baumarkt in Bebra bleibt drei Monate nach Wassereinbruch weiter geschlossen

Öffnung nicht in Sicht

Parkplatz gesperrt, Baumarkt zu: Mitte Februar war der Toom-Markt am Wiesenweg 19 in Bebra nach einem Wassereinbruch geschlossen worden. Das undichte Dach wird seither repariert. Einen Termin für die Wiederöffnung gibt es noch nicht. Foto: Steinbach

Bebra. Die Zufahrt zum großen Parkplatz ist gesperrt. „Der Toom Baumarkt Bebra ist bis auf weiteres geschlossen“, steht auf einem Schild neben der Sperrkette. Seit drei Monaten wird im größten Baumarkt in der Region nichts mehr verkauft. Für die Wiederöffnung steht noch kein Termin fest.

Wasser im Verkaufsraum

Im Februar dieses Jahres waren waren große Mengen Schmelzwasser durch das undichte Dach in den Verkaufsraum gelaufen. Wegen des Wassereinbruchs musste der Baumarkt des zur Rewe-Gruppe gehörenden Unternehmens umgehend geschlossen werden.

Seither wird das Dach repariert. Die Ware, die nach dem Wassereinbruch teilweise in ein extra aufgestelltes Zelt ausgelagert worden war, ist inzwischen wieder komplett im Gebäude. Zwei Mitarbeiter kümmern sich um den Markt am Wiesenweg 19 im Bebraer Gewerbegebiet, 26 weitere Mitarbeiter wurden vorübergehend in umliegende Toom-Märkte in Eschwege, Eisenach, Gotha, Mühlhausen und Sonneberg versetzt.

Am Dach werde immer noch gearbeitet, sagt Toom-Sprecherin Daria Ezazi. Weil man nach dem erheblichen Wasserschaden auf Nummer sicher gehen wolle, werde alles doppelt und dreifach geprüft. „Wir arbeiten daran, schnellstmöglich wieder zu öffnen“, erklärt die Sprecherin. Und sie tritt auch Gerüchten entgegen, das Unternehmen wolle den Baumarkt in Bebra gar nicht wieder in Betrieb nehmen: „Wir wollen den Markt auf jeden Fall wieder öffnen.“

Ein Termin dafür steht aber auch nach drei Monaten noch nicht fest. Das sei auch für Toom eine schwierige Situation, räumt Daria Ezazi ein: „Wir wissen, dass die Kunden unzufrieden sind.“ Wer bei Toom kaufen will, muss längere Wege fahren. Die nächstgelegenen Baumärkte befinden sich in Eschwege, Eisenach-Hötzelsroda, Kassel und Alsfeld. Die lange Dauer der Reparatur und der Schließung habe mit schweren Schäden am Dach zu tun. Kurz nach dem Wassereinbruch sei noch nicht abzuschätzen gewesen, wie groß der Schaden tatsächlich war. Es könne deshalb noch mehrere Wochen dauern, bis der Markt mit 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder für die Kunden geöffnet werden könnte.

Von Jörg Steinbach

Quelle: HNA

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