Oberellenbacher Bühne: Aufführung auf 2014 verschoben

Nur verschoben: Das Theaterstück „Alles auf Krankenschein“, das am vergangenen Wochenende Premiere feiern sollte, wird die Oberellenbacher Bühne voraussichtlich im Januar 2014 aufführen. Das Foto entstand bei einer Probe. Da war Klaus Scharpenack (zweiter von links) noch voll in seinem Element. Von links: Dirk Brand, Klaus Scharpenack, Helena Marth, Bianca Kaschel. Foto:  Büsching/ nh

Oberellenbach. Dieses Telefonat wird Elke Büsching, Vorsitzende der Oberellenbacher Bühne, nicht so schnell vergessen. „Es ist der Super-Gau“, teilte ihr am Dienstagnachmittag ein hörbar enttäuschter und trauriger Klaus Scharpenack mit.

Kurz vor der Premiere des neuen Stückes „Alles auf Krankenschein“ ist der leidenschaftliche und talentierte Hauptdarsteller der Oberellenbacher Theatergruppe am Montag gestürzt und musste bereits in der vergangenen Woche wegen eines Sehnenrisses operiert werden.

„Das kann nicht sein“, so fassungslos reagierten im ersten Moment die meisten Vorstands- und Ensemblemitglieder der Oberellenbacher Bühne. „Ich bin seit 28 Jahren dabei, aber so etwas ist noch nie passiert“, erzählt Margret Fischer, zweite Vorsitzende der Oberellenbacher Bühne. Zu kurzfristigen Verzögerungen sei es hin und wieder schon mal gekommen. Zum Beispiel, wenn pünktlich zur Premiere eines neuen Stückes bei Nebenerwerbslandwirt Klaus Scharpenack eine Kuh gekalbt hat.

Einmal, 1988, erinnert sich Kassiererin Kerstin Wagner, wurde eine Vorstellung um einen Monat verschoben. Damals gab es aber nur eine Aufführung, und statt Eintrittskarten wurden Spenden erbeten.

Nach 14 Abenden à drei Stunden, fünf weiteren ausgefüllten Übungs-Sonntagen und Ausgaben von 9000 Euro mussten Vorstand und Ensemble am Mittwochabend entscheiden, wie es weitergeht.

„Das ist wie eine Bergwanderung, bei der man kurz vorm Erreichen des Gipfels wieder nach Hause geht“, sagt Elke Büsching. 22 Kuchenbäckern musste abgesagt, Bestellungen für den Dorfladen storniert und die Öffentlichkeit informiert werden. Die Darsteller packten ihre Sachen in eine Kiste und verstauten sie zu Hause. Der Mann für Requisiten und Gestaltung, Gunther Büsching, nummerierte die Bühnenelemente und brachte sie auf den Speicher des Jugendheims. Denn „Alles auf Krankenschein“ wird voraussichtlich im Januar 2014 aufgeführt werden. Ein früherer Termin sei nicht möglich, da man das Jugendheim ein Jahr voraus buchen müsse, und die Darsteller bereits andere Verpflichtungen in diesem Jahr haben.

Wie wird man künftig auf einen „Super-Gau“ wie diesen reagieren? „Es gibt keinen Plan B. Wir sind froh, wenn wir jede Rolle einmal besetzen können“, sagt Gunther Büsching. „Viele Menschen haben uns gesagt, wie leid es ihnen tut“, berichtet Kerstin Wagner, „und wünschen unserem Hauptdarsteller eine gute Genesung“. Dem schließen wir uns an.

Eintritt wird erstattet

Die Eintrittskarten werden bis zum 15. Februar im Dorfladen Oberellenbach und im Haushaltswarengeschäft Fleischhut in Rotenburg erstattet. (zwk)

Quelle: HNA

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