Nutella-Bande und Staatsanwaltschaft legen Revision ein

Fulda. Trotz milder Urteile haben zwei Mitglieder der Nutella-Bande Revision gegen das Urteil des Landgerichts Fulda eingelegt. Sie waren kürzlich wegen zahlreicher Diebstähle in der Region verurteilt worden.

Auch die Staatsanwaltschaft fechtet das Urteil an, das nun der Zweite Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe überprüfen muss. Das teilt das Landgericht mit.

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Die Mitglieder der Diebesbande hatten zwischen Herbst 2012 und Mai 2013 aus geparkten Lastwagen in der Region Güter im Wert von 600 000 Euro gestohlen, darunter 2500 Gläser Nutella. Ihr Lager war in Niederaula.

Im Vorfeld des Prozesses hatte es eine Verständigung gegeben: Die Angeklagten legten Geständnisse ab, was das Verfahren auf vier Verhandlungstage deutlich verkürzt hat. Drei Angeklagte erhielten mehrjährige Haftstrafen, ihre beteiligten Ehefrauen Bewährungsstrafen.

Revision eingelegt hat ein 38 Jahre alter Industriemechaniker, der zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Ihm wurden neben zehn Diebstählen auch die Entführung und Erpressung eines Geschäftspartners mit schwerer Körperverletzung zu Last gelegt, außerdem der Besitz von Drogen und Kriegswaffen. Auch sein 37-jähriger Komplize, der an 26 Diebstählen beteiligt war, hat Revision eingelegt. Er war zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. (mcj)

Quelle: HNA

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