Wie das Ei zur Nudel wird

In Heinebach im Sonnenei-Hofladen werden Nudeln produziert

Heinebach. Im Sonnenei-Hofladen des Mustergeflügelhofs Häde in Heinebach ist derzeit viel zu tun. Wer will, darf dort zuschauen, wie aus Eiern Nudeln werden.

Sabine Häde hat Routine: Im Sekundentakt greift ihre flinke linke Hand ein ums andere Ei aus einer Schachtel heraus, schlägt es auf und lässt den Inhalt in einen Eimer plumpsen, wo zahllose Eigelbe im Eiweiß schwimmen, das auf der Oberfläche leicht schäumt. In der kleinen Nudelküche neben dem Sonnenei-Hofladen in Heinebach werden Nudeln und Spaghetti produziert.

180 Bio-Eier aus eigener Produktion vom Mustergeflügelhof Leonard Häde kommen in den Teig, bis zu 1000 werden an einem Tag verarbeitet, und das an jedem Werktag. Ein überdimensionaler Stabmixer verquirlt die neun Liter Ei zu einer homogenen Masse. Fehlt nur noch eine Zutat: Hartweizengrieß. 25 Kilo davon knetet ein stampfender Arm zusammen mit dem Ei zu einem flockigen Teig - fertig ist der Nudelrohstoff.

Bandnudeln, Fadennudeln, spiral- oder muschelförmige Nudeln, Lasagneplatten oder, passend zu Ostern, Nudeln in Hasen- und Kükenform stellen Sabine Häde und ihre zwei Mitarbeiterinnen daraus her - je nachdem, welche Matritze als Aufsatz der Nudelmaschine dient.

Geübte Hand 

Heute presst sie Spaghetti hervor. Mit geübter Handbewegung trennt Sabine Häde den Spaghetti-Zopf im richtigen Moment ab und legt ihn verschlungen in einen Korb. Eine Nacht lang werden die Spaghetti getrocknet und kurzzeitig auf über 70 Grad erhitzt, dann können sie in die Verpackung, ins Lädchen und in die Geschäfte in Nordhessen; im Jahr 20 Tonnen Teigwaren.

Welche speziellen Wünsche die Nudel-Hersteller erfüllen, lesen Sie in unserer gedruckten Samstagausgabe.

 

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Meyer, Achim

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