Großalarm rechtzeitig verhindert

Notrufnummer blockiert: Betrunkener will bei Polizei Taxi bestellen

Bad Hersfeld. Ein betrunkener Mann hat am Mittwochabend elfmal den Polizeinotruf 110 angerufen, weil er ein Taxi bestellen wollte. Obwohl ihn die Polizei mehrfach aufforderte, die Leitung frei zu halten, rief der Mann immer wieder an und blockierte so gegen 22 Uhr die wichtige Notrufnummer.

Der Anrufer konnte am späten Abend ermittelt werden. Er war zu Fuß zwischen Kirchheim und Niederaula-Kleba unterwegs. Gegen den 51-jährigen, der aus dem Kreis stammt, wurde ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen gemäß Paragraf 145 Strafgesetzbuch eingeleitet, teilt Polizeisprecher Manfred Knoch mit. Doch damit hatte der Angetrunkene offenbar immer noch nicht genug. Kurze Zeit später ging bei der Leitstelle des Kreises ein weiterer Notruf ein. Unter 112 wurde gemeldet, dass am Niederaulaer DRK-Rettungsstützpunkt in der Schlitzer Straße die Scheibe des Notrufmelders eingeschlagen und dadurch Alarm ausgelöst wurde.

Glücklicherweise haben Rettungssanitätern auf dem angrenzenden Stützpunkt das noch rechtzeitig bemerkt. Dadurch konnte ein Großeinsatz von Rettungskräften verhindert werden.

Zeugen haben den mutmaßlichen Täter verfolgt. Er wurde wenig später von einer Polizeistreife festgenommen. Es handelte sich um eben jenen 51-jährigen, der die Polizei zuvor mit seinen Notrufen auf Trab gehalten hatte. Diesmal gab er an, die Scheibe des Notrufmelders aus Frust eingeschlagen zu haben, weil er kein Taxi erreichen konnte.

2,46 Promille gemessen

Ein Atem-Alkoholtest, den die Polizei anordnete, ergab einen Wert von 2,46 Promille. Gegen den Mann wurde ein weiteres Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen und Sachbeschädigung eingeleitet. Dann wurde er wieder nach Hause entlassen.

Dort muss der Mann dann wohl auch angekommen sein, denn die Nacht verlief ohne weitere Notrufe, teilt Polizeisprecher Knoch mit. (kai)

Quelle: HNA

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