Schwangere in Erstaufnahmeeinrichtung verletzt

Not-Kaiserschnitt nach Tritt in Bauch

Rotenburg. Bei einem Streit in der Rotenburger Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge ist am Freitagabend gegen 20.30 Uhr eine hochschwangere 24-Jährige aus Algerien so schwer verletzt worden, dass ein Not-Kaiserschnitt nötig wurde.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt mitteilen, soll ein 28-Jähriger alkoholisierter Algerier eine Toilette verunreinigt haben. Danach war es zum Gerangel mit einem 18-jährigen, wohl ebenfalls alkoholisierten Syrer gekommen. Die Algerierin wollte diesen Streit schlichten, woraufhin sie von beiden Männern angegriffen worden sein soll. Der 18-Jährige hat der Schwangeren dabei offenbar massiv in den Bauch getreten. Sie musste unverzüglich in das Klinikum Bad Hersfeld eingeliefert werden.

Ihre starken Verletzungen erforderten einen Not-Kaiserschnitt. Der so geborene Junge ist laut Mitteilung der Polizei lebensfähig und gesund. Der Ehemann der Frau, ein 27-Jähriger Syrer, erlitt bei den Auseinandersetzungen eine Platzwunde am Auge. Beide Raufbolde wurden von der Polizei festgenommen. Weil gegen den 28-Jährigen keine Haftgründe vorlagen, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen den 18-Jährigen erließ das Amtsgericht Bad Hersfeld wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und versuchten Schwangerschaftsabbruchs Haftbefehl. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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