„Die Arche“ aus Erfurt gastierte mit ihrem Heinz-Erhardt-Programm in Weiterode

Noch’n Gedicht in Ellis Saal

In Ellis Saal in Weiterode genoss das Publikum den Heinz-Erhard-Abend des Kabaretts „Die Arche“. Foto: nh

Weiterode. Es sind versammelt in der Stube Urahne, Großmutter, Mutter und Bube. Alles Volltreffer und alle zusammen präsentieren in wundervoller Weise so manches „Und noch’n Gedicht“. Das Erfurter Kabarett „Die Arche“ brach mit seinem Heinz-Erhardt-Programm „Von der Pampelmuse geküsst“ in Ellis Saal in Weiterode eine Lanze für den Nacken eines deutschen Komikers, denn dort saß immer der Schalk des Schelms Heinz Erhardt. Des Wortwitzlers, des mopsfidelen Mannes mit dem Wirtschaftswunderbauch, der aus demselben heraus wundervolle Pointen produzierte, bei denen sich an diesem Abend das Publikum den eigenen Bauch vor Lachen hielt.

Die zweistündige Tour durch die spitzzüngige Wortwelt des kabarettistischen Urgestein unter der Regie von Harald Richter ist fast immer wieder wie ein Festtag, wenn zwischen den Versen Fernando Blumenthal nach vorne tritt und „Und noch’n Gedicht“ sagt oder unbedingt den Ritter Fips und den Ritter Kunibert machen will. Fernando Blumenthal ist Heinz Erhardt. An diesem Abend gab es aber gleich viermal Heinz Erhardt. Beatrice Thron zeigte ihn im strengen Anzug und im lockeren Petticoat-Kleid, Ulf Annel erzählt ebenso erhardt’sch unter anderem davon „Wie ich Dichter wurde“, Wolfgang Wollschläger ist nicht nur Heinz als Pianist, er ist auch als Wortgeber aktiv.

Alle zusammen präsentieren in wundervoller Weise so manches Gedicht, etwa die Made, Goethe und die Fliege, das Pechmariechen, linkes Auge blau. Insgesamt eine wahrhaft gelungene Hommage auf einen großen deutschen Künstler, so das Resumee der Veranstalter.

Für die Besucher in Ellis Saal war es nicht nur ein Genuss, die Erhardt’sche Wortakrobatik der Erfurter Kabarettisten zu verfolgen, sie konnten außerdem ein vom Team des Restaurants „Die Linde“ unter der Leitung von Chef Ronny Kemmerzehl zusammen gestelltes Menü genießen. Ein kul(t)inarischer Abend. (red/nm)

Quelle: HNA

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