Noch mehr Platz für Hochwasser in der Fuldaaue

Platz für Hochwasser: In der Fuldaaue zwischen der Rotenburger Großsporthalle und dem Einmündungsbereich des Mündersbachs wird eine Ausgleichsfläche hergerichtet. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Zum Ausgleich für Neubauten am Breitinger Kirchweg wird in der Fuldaaue bei Rotenburg viel Erde bewegt.

Beim Jahrhunderthochwasser 1995 stand die Fulda auch auf Teilen des früheren Brühl-Geländes am Breitinger Kirchweg. Ein Umstand der aktuell Folgen hat: Jetzt werden am Fuldaufer über 9000 Kubikmeter Erde bewegt.

Auf dem früheren Brühl-Grundstück sollen bekanntlich das neue Feuerwehrgerätehaus und zwei Häuser mit mehreren Wohnungen entstehen. Da Teile der Fläche nach dem Jahrhunderthochwasser als Überschwemmungsgebiet bewertet wurden, müssen jetzt Stadt und der Investor der Wohnhäuser, das Bauunternehmen Barwich, für Hochwasserausgleichsflächen, so genannte Retentionsflächen, sorgen. Das erklärte Umweltberater Heinrich Wacker vom Rotenburger Bauamt. Es handele sich um eine Vorgabe der Oberen Wasserbehörde.

Neue Mündung für Bach

Zwei städtische Flächen wurden dafür ausgesucht, die dadurch auch ökologisch aufgewertet werden sollen. Die Arbeiten im Bereich zwischen Einmündung Mündersbach und Großsporthalle am Radweg 1 sind schon weit voran gekommen. Hier wurde ein Uferstreifen ausgebaggert, um der Fulda mehr Platz zu geben. Außerdem soll der Mündersbach künftig noch einen 200 Meter weiteren Weg in die Fulda nehmen und naturnah gestaltet werden. Das sei für die Lebensgemeinschaften am Wasser besser, erklärte Wacker. 4300 Kubikmeter Erde wurden insgesamt dort abgetragen. Diese Retentionsfläche wird dem Bauunternehmen Barwich zugeordnet, das auch die Kosten trägt und demnächst mit dem Bau der Häuser beginnen will.

Die Stadt steigt später ein, weil auch das Feuerwehrgerätehaus erst im Herbst in Angriff genommen wird. 5000 Kubikmeter Erde sollen ab August am Vogelwäldchen zwischen Rotenburg und Braach bewegt werden.

Welche Kosten auf die Stadt zukommen, und warum das Feuerwehrgerätehaus auf leicht erhöhtem Grund errichtet wird, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der Rotenburg-Bebraer Allgemeine.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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