Noch immer ist die Herkunft der Bakterien unbekannt

Kolibakterien: Noch bis 6. Januar Chlor im Trinkwasser

Rotenburg. Die Rotenburger und Lispenhäuser müssen sich noch eine Weile mit gechlortem Trinkwasser abfinden: Bis zum 6. Januar 2014 werden die Stadtwerke das Wasser chloren. Das erklärte der Leiter der Stadtwerke, Stephan Heckeroth, auf Anfrage.

Die Abkochempfehlung wird allerdings vermutlich noch in dieser Woche aufgehoben. Vor einer Woche waren nach ihren erstmaligen Vorkommen im Oktober erneut Kolibakterien im Trinkwasser festgestellt worden.

„Wir müssen uns auf Feinsuche begeben“, sagte Heckeroth. Bis hin zu einzelnen Gebäuden werde die Suche gehen. Er hofft, dass nach einer so langen Chlorungsphase wirklich jede Leitung in der Stadt - auch die, die vielleicht wegen eines Urlaubs von Hausbesitzern nicht angezapft wurden - von der Chlorspülung erreicht und alle Keime abgetötet wurden. Anschließend sollen wöchentlich extrem engmaschig Proben gezogen und untersucht werden, um die Quelle zu finden. Bisher jedenfalls ist sie noch nicht entdeckt worden.

Man muss aber wissen: Die gefundenen Werte sind minimal. Die Anzahl der Keime pro einhundert Milliliter Wasser liegen in einigen Stadtgebieten schon wieder bei 0, in anderen um die fünf. Zum Vergleich: Nach EU-Richtlinien für Badegewässer dürfen auf 100 Milliliter zum Beispiel 10 000 koliforme Keime kommen. Bei Trinkwasser gilt die aber die Belastungsgrenze 0.

Chlor gilt als effektiver Bakterienkiller. Die Stadtwerke müssen allein für das Chlor, das bis zum 6. Januar dem Trinkwasser zugesetzt werden soll 1200 Euro zahlen. Die Bürger müssen sich also noch eine Weile auf den Beigeschmack in Wasser einstellen.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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