Für Ute Balk ist Tanz mehr als pure Bewegung – er ist gut für Geist und Seele

Nimmermüde Tänzerin

Alle zwei Jahre eine Tanzshow: Ute Balk. Foto: Kanngieser

Bebra. Tanzen wollte sie schon als Vierjährige. „Richtig genervt habe ich meine Eltern, bis ich in einer Ballettschule angemeldet wurde“, sagt Ute Balk, Tänzerin und Inhaberin des gleichnamigen Tanzstudios, das seit zwölf Jahren in Bebra ansässig ist.

Die gebürtige Heinebacherin war dann so ehrgeizig und talentiert, dass sie als 14-Jährige eine Empfehlung für eine Theaterschule bekam. Doch damals gab es ja noch die Schule, Ausbildung und andere Dinge, die plötzlich wichtig wurden.

Start im Jahr 2000

Aber die Leidenschaft für das Hobby blieb: Im Jahr 2000 übernahm sie in Bebra eine bestehende Ballettgruppe. Und dann ging es stetig aufwärts mit dem Tanzstudio Balk, zunächst in angemieteten Räumen eines Fitnessstudios und dann, 2007, in eigenen Räumen an der Nürnberger Straße in Bebra.

„Es ist eine schöne Aufgabe, jungen Menschen den Spaß am Tanz zu vermitteln. Tanzen ist gut für Geist und Seele, Es stärkt das Selbstbewusstsein, die Ausstrahlung und ist gut für den Körper“, sagt sie. Dass die sympathische 45-Jährige mit ihrem eigenen, individuellen und von großem Einfühlungsvermögen geprägten Unterricht richtig liegt, zeigt die große Anzahl der Tänzerinnen, die seit zwölf Jahren dabei sind. Eine von ihnen macht jetzt sogar eine Musicalausbildung in Hamburg.

Alle zwei Jahre veranstaltet Ute Balk Tanzshows. „Die sind wichtig und bedeuten Erfolgserlebnisse für die Kinder und Jugendlichen“, findet sie. Dabei sorgt die engagierte Frau dafür, dass jede Show eine ganz eigene Note bekommt. Einst holte sie Detlef D! Soost, einen deutschen Tänzer und Choreografen, der durch sein Mitwirken in der Castingshow Popstars bekannt wurde, nach Nordhessen. Und am 19. Mai ist es Ross Antony, der die aktuelle Produktion „Spotlight“ in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg moderiert. Ute Balk hat, neben ihren zahlreichen Aus- und Fortbildungen, mannigfache fachliche Kenntnisse und Zertifikate erworben. Über allem aber steht für sie der Mensch. Mit seiner Lebenslust und seinen Möglichkeiten, aber auch mit seinen Ängsten und Problemen. Darum hat sie auch mal Jugendliche unterrichtet, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, und ihnen ans Herz gelegt: „Tanzt euch die Aggressionen vom Leib!“

Ihre eigene Tochter Sara, 14 Jahre alt, tritt, ganz ohne Druck der Mutter, in deren Fußstapfen. Sie tanzen und singen gemeinsam, unterstützen sich gegenseitig, geben einander Kraft und Energie.

Der Ausdruckstanz ist Ute Balk am liebsten. Weil sich dann Menschen öffnen, den Gefühlen freien Lauf lassen.

Gibt es ein Leben nach dem Tanz? Ute Balk, die beruflich in Teilzeit beim Nordhessischen Verkehrs-Verbund (NVV) in Kassel beschäftigt ist und dort sehr gern arbeitet, zögert nicht lang: „Ich würde mich auch als Klinik-Clown auf einer Kinderstation ausbilden lassen.“ Denn wichtig ist der nimmermüden Tänzerin, dass am Ende etwas bleibt. Dass ein Mensch getröstet wird. Und durch Fröhlichkeit zum Lachen gebracht wird.

Von Susanne Kanngieser

Quelle: HNA

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