Neurologie am Herz- und Kreislaufzentrum: Tag der offenen Tür

Bei den Ergotherapeuten (von links): Sibel Sulukan und Ellen Wamser mit Daniela Buchhammer, die einen Armtrainer ausprobiert. Mit diesem Gerät, das mit einem Computermonitor verbunden ist, wird die Beweglichkeit des Arms trainiert. Fotos:  Meyer

Rotenburg. Beim Tag der offenen Tür in der Neurologie des Herz- und Kreislaufzentrums bekamen die Besucher einen Eindruck von der großen Bandbreite der diagnostischen Möglichkeiten und der Behandlung. So erklärte etwa Diplompsychologin Brigitte Böttcher, Leiterin der Neuropsychologie, die Arbeit ihrer Abteilung.

Hier werden Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben oder an einer Krankheit wie Parkinson oder multipler Sklerose leiden, nicht nur in ihrer seelischen Not aufgefangen und psychologisch betreut. Mit gezielten Übungen, oftmals mit Hilfe von Computern, arbeiten die Therapeuten hier an der Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit der Patienten, um sie wieder fit für den Alltag zu machen. Bei Schlaganfallpatienten, so Böttcher, werden Gehirnzellen wieder aktiviert. Derzeit werden in der Abteilung sogar zwei Neuropsychologen ausgebildet.

In die Schlaganfall-Einheit, auch Stroke-Unit genannt, kommen Patienten, die gerade einen Schlaganfall erlitten haben. Hier geht es darum, so schnell wie möglich zu handeln, um die Überlebenschancen zu erhöhen und Folgeschäden zu verringern, erklärte Krankenschwester Jennifer Burchardt den Besuchern. Sie beschrieb auch die sLyse-Therapie, die dazu dient, eine Verstopfung der Blutgefäße im Gehirn aufzulösen.

Chefarzt Dr. Andreas Nachtmann begann vor zehn Jahren mit seinem Team, die neue Fachrichtung am Herz- und Kreislaufzentrum aufzubauen. Er ist sehr zufrieden mit der Entwicklung, die die Klinik genommen hat. Mittlerweile hat die Klinik über 80 Mitarbeiter. Die Abteilung könne kaum weiter wachsen, aber: „Innerhalb dieser Grenze können wir Therapien weiterentwickeln und Kooperationen mit anderen Fachbereichen ausbauen.“ (zmy)

Quelle: HNA

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