Neujahrsempfang der Stadt Rotenburg: Ein "kuscheliger" Abend

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Auszeichnung: Die Jugendkantorei der Stiftskirche mit ihrer Leiterin Eva Gerlach (mit Blumen) wurde als positives Beispiel dafür geehrt, wie man junge Mneschen für Chormusik begeistern kann.

Rotenburg. Dass ROF besser als BEB ist, dass Kartoffelsuppe super lecker schmeckt und ein Eierlikör ein prima Nachtisch ist, waren nur einige von vielen Erkenntnissen beim Rotenburger Neujahrsempfang am Mittwoch. Vom Bürgermeister gab es noch eine Wetterprognose.

Als im Rotenburger Bürgersaal das Licht ausging, damit die Besucher des Neujahrsempfangs am Mittwoch den kurzen Film von Benjamin Funk über Strand- und Maifest besser sehen konnten, wurde es, wie von Bürgermeister Christian Grunwald versprochen, „kuschelig“. Na klar, der Film löste sofort das Wir-Gefühl der Rotenburger aus. Im Feiern sind sie nun mal groß.

Das Wir-Gefühl betonte der Bürgermeister in seinem launigen, mal ironischen, mal ernsten Jahresrückblick gern: Er erzählte von der Spielplatzschließung während seines Urlaubs in der Türkei und der späteren Wiedereröffnung durch Bürgerengagement, von der neuen „Ehe“, also Zusammenarbeit mit der Gemeinde Alheim und seiner persönlichen Freunschaft zur deren Bürgermeister Georg Lüdtke.

Er gab eine Retourkutsche an die Bebraer Feuerwehr, die sich zur Kirmes über das ROF-Kennzeichen lustig gemacht hatte („ROF ist doof“): ROF begegnet einem täglich im Straßenverkehr, da dürfe BEB ruhig einmal im Jahr als Kirmesgag auftauchen. Dass Gaffer bei Bränden Idioten sind, wie er beim Brand des Sägewerks gesagt hatte, findet Grunwald übrigens immer noch.

Artig machte er seinem Vorgänger und den Kommunalpolitikern Komplimente für die Hochwasserschutzprojekte der Vergangenheit und lobte das gute Klima unter den aktuellen Stadtverordneten. Grundpositiv Grunwalds Bilanz: „Die Rotenburger interessieren sich wieder für ihr Gemeinwesen. Und gibt gute Nachrichten aus der Wirtschaft (Erweiterung der Firma Mundinger). Das ist mehr als ein Silberstreifen am Horizont. Das sind auch gute Wetteraussichten für 2014.“

Die Gäste aus Politik und Wirtschaft, Bildung und Kultur, den Vereinen und natürlich die Rotenburger, die da waren, weil sie Rotenburger sind, genossen die gelöste Stimmung im Bürgersaal und die Begegnungen.

„Hier ist es wie bei Rewe. Jedes Jahr ein bisschen besser“, schmunzelte eine Besucherin. Der Sonnenei-Eierlikör und die anderen gesponserten Getränke flossen in Strömen. So wie die leckere Kartoffelsuppe, die Christian Lange, der Betreiber des Edeka-Marktes im neuen Einkaufszentrum, spendiert hatte. Ob sie so gut war, wie die aus der Bundeswehr-Gulaschkanone, ließ sich nicht ergründen. Die Abordnung um Oberstleutnant Lando Pietsch war diplomatisch: Ein direkter Vergleich sei nicht möglich, die Soldaten bekämen meist Erbsensuppe, hieß es.

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Von Silke Schäfer-Marg

Fotos vom Neujahrsempfang

Neujahrsempfang der Stadt Rotenburg

Quelle: HNA

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