Neues Unterrichtskonzept

Werkzeugkisten sollen Interesse an Technik wecken

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Das Arbeiten mit den neuen Technikkästen haben auch die Spenden von drei Unternehmen möglich gemacht: Das Foto zeigt von rechts hinten Kerstin Staudtmeister, Ausbildungsleiterin bei K+S (Werk Werra), Schulleiterin Doritha Rudschewski, Martin Wagner, Geschäftsführer der BIM Textil Mietservice Betriebshygiene GmbH, Artur Audt, Fachsprecher Physik und Naturwissenschaften, Oliver Wöll, Leiter Geschäftsstellenbereich Nord-Ost der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg sowie vorne rechts die Schülerinnen Franka Heuperman und Emma Schulz.

Obersuhl. Emma und Franka sind begeistert. Die Beleuchtung an ihrem Holzturm funktioniert, auch wenn der noch auf etwas wackeligen Füßen steht. „Wir müssen noch ein bisschen was für die Stabilität tun…“ Sagen’s und sägen derweil schon das Holz für die zusätzlichen Verstrebungen und einen besseren Stand zu.

Viel weiter kommen sie in dieser Unterrichtsstunde nicht und müssen ihre Arbeit bis zur kommenden Woche ruhen lassen. Die Klasse 6c der Blumensteinschule Obersuhl (BSO) packt ihre „KiTec“-Technikkisten für diese Woche zusammen.

KiTec steht für Kinder entdecken Technik. Dass alle Schüler der Klassen 5 und 6 überhaupt mit einem solchen KiTec-Material- und Werkzeugsatz arbeiten können, hat die Schule unter anderem drei Kooperationspartnern zu verdanken – der Firma BIM Textil Mietservice Betriebshygiene, K+S und der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg. Die Unternehmen spendeten 1500 Euro.

Schulleiterin Doritha Rudschewski hat Vertreter der Unternehmen eingeladen, mitzuerleben, wie mit Hilfe der KiTec-Kisten praxisorientierter Unterricht umgesetzt wird. In dem Unterricht müssen die Schüler zu einer Problemstellung kreative Lösungen finden. Ursprünglich hatte die Schule fünf Kästen als Auszeichnung für ihr Engagement als „Starke Schule“ erhalten. „Wir wollten nicht, dass nur wenige Schüler damit arbeiten können, während ihnen die Klassenkameraden nur über die Schulter schauen“, berichtet die Schulleiterin.

Aus diesem Grund bat sie bei den Kooperationspartnern der Schule um Unterstützung, die auch prompt kam. Jetzt verfügt die Schule über 15 KiTec-Werkzeugsätze, so dass immer Zweierteams damit arbeiten können. Umgesetzt wird das Konzept zunächst in den Klassenstufen 5 und 6 mit insgesamt 20 Stunden.

„Für unsere gewerblich-technischen Ausbildungsberufe suchen wir in jedem Jahr qualifizierte Bewerber, die genau diese Kompetenzen besitzen, die mit einem solch praktisch ausgerichteten Unterricht gefördert werden: junge Leute, die selbstständig arbeiten können, aber auch im Team, die kreativ sind, vernetzt denken und Probleme lösen können“, betont Martin Wagner, der Geschäftsführer der Firma BIM Textil Mietservice Betriebshygiene.

„Hinter dem Technikkasten steckt für uns ein Angebot an naturwissenschaftlich-technischem Unterricht, das wir so in Klasse 5 und 6 ansonsten nicht in unserer Stundentafel haben. Physik und Naturwissenschaften beginnen für die Schüler erst in Klasse 7“, erläutert Artur Audt, Fachsprecher Physik/Naturwissenschaften an der BSO.

„Aus den Technikkästen wurde ein klares Konzept und für den KiTec-Unterricht zudem ein eigener Raum hergerichtet.“ (red/dup)

Quelle: HNA

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