Dank vieler Sponsoren gelang die umfangreiche Sanierung und Erweiterung

Neues Outfit fürs Solarhaus der Beruflichen Schulen Bebra

Gruppenfoto mit Bauwerk: Das Solarhaus und ein Großteil der Sponsoren, beteiligte Schüler und Lehrer, Ehrengäste und die Schulleitung. Fotos: Knierim/nh

Bebra. Natursteinmauern und Fachwerk, große Fenster mit Blick ins Grüne, Sonnenstrom und Wärme aus Holz – solch ein ungewöhnliches Klassenzimmer gibt es im Schulgarten der Beruflichen Schulen Bebra: Das Solarhaus, das nun aufwändig erweitert wurde. In dieser Woche wurde es nach der Sanierung offiziell freigegeben.

Ursprünglich war das Solarhaus zur Veranschaulichung regenerativer Energieformen und ökologischer Bautechnik gebaut worden. Doch schon bald diente es der Fachoberschule Gestaltung für den Kunstunterricht, aber auch für kleine Feiern. Der lange, schlanke Raum war aber etwas ungünstig geschnitten, außerdem gab es undichte Stellen in der schrägen Fassade.

So erhielt auf Vorschlag der Lehrerinnen Bianca Feyerabend und Judith Sperlich die Fachoberschule Bautechnik den Auftrag, das Solarhaus umzugestalten. Die Schüler entwarfen das Konzept für den Umbau, das Schulleiter Wolfgang Haas letztlich überzeugte. Fest stand zu diesem Zeitpunkt aber schon, dass es den Schulträger nichts kosten darf. Doch der Vorsitzende des Fördervereins der Beruflichen Schulen Bebra, Herbert Heisterkamp, gewann zahlreiche Sponsoren und Gönnern für das Vorhaben.

Günstig war auch die gute Kooperation mit der benachbarten Lehrbaustelle der Kreishandwerkerschaft: Kurzerhand wurde am realen Objekt geübt – von der Verlegung des Goldfischteichs, über Erd-, Beton- und Pflasterarbeiten bis zum Fliesenlegen.

Dankeschön: Der Fördervereinsvorsitzende Herbert Heisterkamp (von links) bedankte sich bei Mechthild und Claus Fend mit einem Blumenstrauß und einem Präsent für ihr herausragendes Engagement bei der Sanierung des Solarhauses.

Eingebunden wurden auch Tischler, Mechatroniker, Elektriker, Metaller und Maler der Beruflichen Schulen. „Das Schöne daran ist, dass fast alles mit den entsprechenden Lehrplänen zusammenpasst“, erzählen Bianca Feyerabend und Judith Sperlich.

Lehrer Jürgen Stöcker behielt auf der Baustelle die Übersicht. Über 1500 Arbeitsstunden stecken im sanierten Solarhaus, das nun wesentlich größer und einladender ist und bald auch als Unterrichtsraum genutzt werden soll.

Da eine Seite des Hauses nahezu unverändert bleiben sollte, stellte sich der Umbau quasi als Operation am offenen Herzen dar. Die behutsame Sanierung im Bestand brachte aber manches Problem mit sich und wurde auch teurer als erwartet. Doch Herbert Heisterkamp gelang es, Sponsoren weitere Unterstützung zu entlocken. So weitete die Firma Konrad Fend ihr Engagement aus, als sich Schäden im Dach offenbarten.

„In der Bilanz hat das Solarhaus nun einen Bauwert in Höhe von 35.000 Euro“, berichtet Heisterkamp. Er dankte allen, die dazu beigetragen haben, das neue Solarhaus Wirklichkeit werden zu lassen. (zpk)

Solarhaus der Beruflichen Schulen Bebra

Quelle: HNA

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