Neue Werkstatt für seelisch Behinderte im Brück-Haus

Als Brück-Haus bekannt: In dem Haus an der Gilfershäuser Straße, wo zuvor Elektro Brück seinen Sitz hatte, entsteht eine Werkstatt für seelisch behinderte Menschen. Foto:  Vöckel

Bebra. Der Bevölkerung ist das Gebäude an der Gilfershäuser Straße in Bebra als „Brück-Haus“ bekannt. Zuletzt wurde es von der Firma Langheld genutzt, und seit längerem steht es nun schon leer. Damit soll in einem Jahr Schluss sein. Denn dann werden die Räumlichkeiten umgebaut sein und eine neue Werkstatt für seelisch behinderte Menschen wird hier Einzug gehalten haben.

In der neuen Werkstatt entstehen 50 Arbeitsplätze für Menschen mit seelischer Behinderung sowie zehn Betreuungsplätze für betriebsintegrierte Arbeitsplätze. Das bedeutet, zehn Personen sollen einen Arbeitsplatz in Firmen der Region erhalten, werden aber weiterhin durch die Sozialen Förderstätten betreut.

Bewilligung vom LWV

Die in Bebra ansässigen Sozialen Förderstätten für Behinderte hatten schon vor längerer Zeit mit der Planung der Werkstatt begonnen und beim Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) die Bewilligung der neuen Werkstatt beantragt, teilte Jutta Konetzka von den Förderstätten in Bebra mit. Nachdem Anfang Dezember die Bewilligungsbescheide des LWV bei den Sozialen Förderstätten eingegangen seien, konnte nun der Startschuss für die Umbauten gegeben werden.

Aus diesem Anlass trafen sich vor kurzem Vertreter der beteiligten Einrichtungen in den Räumlichkeiten an der Gilfershäuser Straße und legten symbolisch schon mal Hand an. Ulrike Jorzik, Regionalmanagerin beim LWV für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, machte sich bei dieser Gelegenheit ein Bild von der zukünftigen Werkstatt und ließ sich im Beisein von Bebras Bürgermeister Horst Groß vom geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Sozialen Förderstätten, Alfred Schüler, die geplanten Umbauten erläutern.

Überbelegung im Lichtblick

Notwendig wurde die Werkstatt wegen der schon lange anhaltende Überbelegung in der Werkstatt „Lichtblick“ der Sozialen Förderstätten in Bad Hersfeld. Vor zehn Jahren hatte man dort mit sechs Betreuungsplätzen begonnen und musste bereits nach zwei Jahren wegen der großen Nachfrage neue Räumlichkeiten beziehen, die Platz für 60 Personen bieten.

Inzwischen gibt es in der Werkstatt „Lichtblick“ 90 Beschäftigte und noch weitere auf der Warteliste. Die räumlichen Kapazitäten reichen schon lange nicht mehr aus, weshalb man sich in der Mitgliederversammlung der Sozialen Förderstätten entschloss, eine weitere Werkstatt am Standort Bebra einzurichten. (ank)

Quelle: HNA

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