Schüler der Rotenburger SchuB-Klasse erfahren etwas über sich selbst beim Juggern

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Juggern macht Spaß: Schülerinnen und Schüler der Rotenburger SchuB-Klasse H9s überreichten einen Jugger-Kinderstab an Stadtjugendpfleger Markus Paul, der zur Jugger-Gemeinde gehört. Dritte von links Sozialpädagogin Iris Schulte, Vierter von rechts Sozialpädagoge Hans-Peter Thomas von der Jugger-Gemeinde und Klassenlehrer Mario Flegel, Zweiter von rechts. Foto: nh

Rotenburg. Die Jugendpfleger Markus Paul, Hans-Peter Thomas und Thora Maentel -Pogodski von der Jugger-Gemeinde Rotenburg haben kürzlich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der SchuB-Klasse H9s der Jakob-Grimm-Schule gejuggert. Ausgestattet mit Trommel, Pompfen, Stäben, nachgeahmtem Hundeschädel und allem, was sonst noch zum Juggern dazugehört, hatten alle Teilnehmer viel Spaß, berichtete Iris Schulte, die Sozialpädagogin der Abschlussklasse.

„Wir machen viele Projekte außerhalb des Unterrichts, und Juggern ist bei allen sehr beliebt. Eine tolle Möglichkeit, sich auszupowern und dabei – ohne es zu merken – soziale Kompetenzen zu fördern. Juggern erfordert neben Teamfähigkeit, strategischen Überlegungen, Ausdauer, Konzentration ebenso ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein“ erklärte Iris Schulte. Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht eher still und in der Gruppe zurückhaltend sind, erlebe man bei Projekten wie dem Juggern in ganz anderen Rollen. Marcel, ein Schüler, sagt: „Im Unterricht halte ich mich eher zurück, aber beim Juggern gehe ich voran. Das ist ein tolles Gefühl.“

Anderer Blick auf Jugendliche

Der Austausch mit Kollegen aus der Jugendhilfe ist für die Arbeit in der SchuB-Klasse von großer Bedeutung. Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen sehen Jugendliche auch aus unterschiedlichen Perspektiven.

Die Pädagogen tauschen sich nach dem Juggern aus: Was hat jeder Einzelne wahrgenommen, wo liegen Stärken und Schwächen bei den Jugendlichen? Damit kann man arbeiten und gemeinsam Ideen zur Förderung entwickeln. Diese Kooperation im „Netzwerk Schule-Jugendhilfe“, auch über das Juggern hinaus, wird langfristig eine zunehmende Bedeutung im Bildungsbereich bekommen, ist sich Iris Schulte sicher. „Wenn wir Jugendliche nachhaltig in Ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung fördern wollen, müssen wir an einem Strang ziehen.“

Schulte arbeitet jetzt im sechsten Jahr an der Seite von Klassenlehrer Mario Flegel in der SchuB-Klasse der Jakob-Grimm-Schule. Angestellt ist sie bei der Werkstatt für junge Menschen in Eschwege. Die Einrichtung besteht seit 1983 als eingetragener, gemeinnütziger Verein und ist Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Der Verein bietet Beratung und Hilfen für junge Menschen und Erwachsene an, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Umgesetzt wird diese Aufgabe durch Projekte, die von der Beratung und Begleitung, der Berufsorientierung und -vorbereitung über Berufsausbildung bis hin zur Qualifizierung für den Arbeitsmarkt reicht.

Die SchuB-Klasse überreichte der Jugger-Gemeinde als Dank einen Kinder-Spielstab. (red/sis)

Quelle: HNA

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