Neue Route für Wanderer bei Ronshausen

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Wälder, Felder, Wandersleute: Martina Richardt (von links) und Egbert Sperber zeigen Bürgermeister Markus Becker die leicht umgestaltete Route der Extratour in Ronshausen auf der Karte.

Ronshausen. Kastanien, Pilze, Wiesen und Täler locken in diesen Tagen Naturfreunde auf den Extratour-Wanderweg in Ronshausen. Nun hat das Deutsche Wanderinstitut den Weg überprüft und dabei sogar noch besser bewertet als 2009.

Bis Oktober 2015 darf der Weg nun das deutsche Wandersiegel führen dann kommen die Prüfer erneut. Derzeit gibt es in Hessen 40 Extratouren, davon drei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. "Dieses Siegel ist eine Auszeichnung für Premiumwege", sagt Martina Richardt vom Verkehrsamt Ronshausen. Die Verter des Wanderinstituts haben den Weg deswegen besser bewertet, weil nun eine Strecke am Ende der Tour in der Nähe des Wanderparkplatzes Marbach leicht abgeändert wurde. "Dadurch verringert sich der Teil, den man doppelt läuft, und die Strecke kommt einem Rundweg näher", erklärt Richardt.

Die Idee für die Veränderung der Strecke sei von Egbert Sperber gekommen. Er kümmert sich als Pate um den Weg. Das ganze Jahr über kontrolliert Sperber Schilder entlang des Weges und erneuert Markierungen an Bäumen - beispielsweise, wenn diese gefällt oder vom Sturm entwurzelt werden. Ohne dieses ehrenamtliches Engagement sei die Pflege dieses Wanderwegs gar nicht möglich, sagt Richardt. Neben Sperber kümmert sich auch der Heimat- und Verkehrsverein Ronshausen um den Weg. Die Mitglieder haben den Rastplatz an der Wilhelmseiche eingerichtet und kümmern sich um das Freischneiden der Rastplätze und Bänke. Ebenfalls engagiert ist die Familie Wetterau. Sie pflegt den Rastplatz am Gebirgspeiler auf dem Allerhättenberg und legt dort jedes Jahr ein Dahlienfeld an.

Abseites des Wegs locken den Wanderer Sehenswürdigkeiten wie der Fischteich am Marbachgrund, das Naturdenkmal Friedrichseiche und der Wasserlauf im Silzerbachtal. Ihr Wissen über Flora und Fauna können Naturfreunde beim Baum-Quiz an der Bäreneiche ausprobieren. Am Steinbachtal kreuzt die Extratour einen Erlebnispfad. Was dem Weg derzeit trotz seines vielfältigen Angebots noch fehle, sei eine Gaststätte zum Einkehren, sagt Bürgermeister Markus Becker. Momentan müssen Wandersleute entweder auf die Friedrichshütte ausweichen oder auf die Gaststätte Steinbachquelle in Machtlos. Beide liegen allerdings etwas abseits des Weges. "Wir sind zwar schon super, aber in diesem Bereich würden wir uns gerne noch verbessern", sagt Becker. (mah)

Quelle: HNA

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