Beginn noch offen

Neustadt: Geplant ist Tempo 20 für Lindenstraße und Poststraße

Rotenburg. Die Lindenstraße und die Poststraße in Rotenburg sollen künftig kein verkehrsberuhigter Bereich mit Schrittgeschwindigkeit (7 Stundenkilometer) mehr sein. Stattdessen sollen sie als „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ ausgewiesen werden. Dort soll eine Tempo-20-Zone eingerichtet werden.

Das erklärte Bürgermeister Christian Grunwald im Zusammenhang mit der Debatte um den neuen asphaltierten Fahrstreifen in der Poststraße. Ein Termin für die Änderung steht noch nicht fest.

Schnelles Fahren in der Poststraße will die Stadt nicht ermöglichen. Dort soll die Fahrbahn durch eine entsprechende Möblierung, etwa Blumenkübel, eingeengt werden, erklärte Grunwald: „Das wird keine freie Piste bleiben.“ Dass die neue Regelung mit einer geraden Durchfahrt ein Überqueren des Kreuzungsbereichs vom Zwickel zum Steinweg für Fußgänger gefährlicher machen könnte, befürchtet Grunwald nicht.

Sichtbarer Übergang

Dort soll für Fußgänger ein gut sichtbarer Übergang geschaffen werden, um deren Sicherheit zu erhöhen. Das dürfte auch nötig sein, hofft man doch auf einen regen Fußgängerverkehr zwischen dem neuen Rotenburg-Center und der Innenstadt. Steinweg und Zwickel sollen verkehrsberuhigt bleiben.

Dass Lindenstraße und Poststraße bislang als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen waren, hält Grunwald ohnehin für fragwürdig und verweist auf Verwaltungsvorschriften. Demnach müssten die Straßen in einem solchen Gebiet „durch ihre Gestaltung den Eindruck vermitteln, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Bedeutung hat“.

Nicht untergeordnet

Beide Straßen gehörten jedoch zu den mit Fahrzeugen am stärksten frequentierten in der Stadt, meint der Bürgermeister. Gehwegbereiche würden in der Lindenstraße durch Parkplätze und Poller und in der Poststraße teilweise durch Poller abgetrennt. Von einer untergeordneten Bedeutung des Fahrzeugverkehrs könne nicht die Rede sein, erklärt Grunwald auch in einem Schreiben an die Agenda-Arbeitsgruppe Verkehr.

Deren Sprecher Werner Steube beklagte, dass der am 16. September geschriebene Brief erst am 28. September per Post bei ihm eingegangen sei. Man wäre gern früher in die Entscheidungsfindung eingebunden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden, sagte Steube. In der Gruppe bestehe nämlich noch Klärungsbedarf.

Der Bürgermeister nennt es einen Vorteil, dass die ohnehin oft nicht eingehaltene Schrittgeschwindigkeit „legal etwas erhöht werde, ohne den Fußgängerverkehr zu gefährden.“ Tempokontrollen werde es in beiden Straßen geben.

Quelle: HNA

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