Wassermann: Mecklar noch mehr betroffen

Neue Leitungen: BI fordert Information

Hersfeld-Rotenburg. Eine Informationsveranstaltung zu den geplanten neuen Stromtrassen, die neben der 380-kV-Leitung ebenfalls über Mecklar laufen sollen, hat die Bürgerinitiative „Keine 380.000-Volt-Freileitung im Kreis Hersfeld-Rotenburg“ gefordert.

Vorsitzender Ralf Wassermann schlägt vor, zu einer solchen Veranstaltung Vertreter der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Bundesnetzagentur einzuladen. Wassermann: „Wenn man den Menschen im Raum Mecklar eine derartige Zahl von Höchstspannungsleitungen zumutet, dann hat die Bevölkerung doch mindestens den Anspruch, früh, umfassend und transparent am Planungsprozess beteiligt zu werden.“

Nach dem Entwurf des Bundesbedarfsplans sind nach seinen Informationen Nord- und Osthessen von den Leitungsneubauten Brunsbüttel – Großgartach, Wilster – Grafenrheinfeld und Mecklar–Grafenrheinfeld betroffen. Die Leitung Wahle–Mecklar würde praktisch nach Süddeutschland verlängert. Außerdem solle die Leitung Mecklar-Erfurt (Vieselbach) durch das Fuldatal noch verstärkt werden.

Dass es bei den neuen Leitungen allein um Projekte der Energiewende und des Atomausstiegs geht, bezweifelt Wassermann und verweist auf einen jüngeren Presseartikel, nach dem über eine Ostseetrasse russischer Atomstrom aus Kaliningrad importiert werden könnte. (sis)

Quelle: HNA

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