Die Klinik spart mit einem neuen Blockheizkraftwerk jährlich 300 000 Euro

Neue Heizung für das HKZ

Ganz schön laut: HKZ-Geschäftsführer Guido Wernert besichtigt das größere der beiden neuen Blockheizkraftwerke im Schallschutzraum. Foto: Vöckel

Rotenburg. Im Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) in Rotenburg ist die Heizzentrale komplett erneuert worden. „Wir haben eine zukunftssichere Lösung gefunden“, sagte Geschäftsführer Guido Wernert bei der Inbetriebnahme der Anlage.

Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wird Strom und Wärme zur Eigenversorgung gleichzeitig erzeugt. Für Wernert war es wichtig, aus der eingesetzten Energie möglichst viel herauszuholen. Das sei in Zusammenarbeit mit dem regionalen Versorger Eon Mitte Wärme gelungen.

Das Unternehmen habe von den fünf Angeboten das wirtschaftlichste Konzept unter der Berücksichtigung erneuerbarer Energien und einer nachhaltigen Versorgung vorgelegt und umgesetzt. Dafür investiert Eon 1,5 Millionen Euro.

80 Prozent des Strombedarfs

Das Herzstück der neuen Anlage sind zwei Blockheizkraftwerke mit 1000 Kilowatt elektrischer Leistung. Der erzeugte Strom soll 80 Prozent des Verbrauchs im Herz- und Kreislaufzentrum ausmachen. Das im Betrieb der Blockheizkraftwerke entstehende Zusatzprodukt Wärme wird über Tauscher und Kopplungsgeräte in den Heizkreislauf eingespeist. Zum Abdecken der Spitzenlast stehen für den Heizbetrieb ferner zwei Erdgas-Niedertemperaturkessel mit einer thermischen Leistung von je 3500 Kilowatt zu Verfügung.

„Die neue Anlage ist ein Paradebeispiel für eine dezentrale Eigenversorgung“, sagte Geschäftsführer Guido Wernert. Allein durch den selbst erzeugten Strom spare das Herz- und Kreislaufzentrum jährlich 300 000 Euro ein. Das seien die Kosten zur Finanzierung von 15 Arbeitsplätzen.

„Die dezentrale Energieversorgung auf einem hohen versorgungstechnischen Niveau ist ein wesentliches Standbein unseres Unternehmens“, erklärte Siegmund Laufer, Geschäftsführer von Eon Mitte Wärme. Das Unternehmen gestalte die Energiewende mit den Kunden.

Für Rotenburgs Erste Stadträtin Ursula Ender ist Eon ein Unternehmen, das seine Erfahrung im Bereich der Wärmeversorgung einbringe. Mit den Geschäftsführern Laufer und Wernert drückte sie den roten Knopf, mit dem die neue Heizzentrale offiziell in Betrieb genommen wurde. (zvk)

Quelle: HNA

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