Ersatz für baufälliges Gebäude

TSV Bosserode erhält 580.000 Euro teures Sporthaus

Trotz Wintereinbruch frisch ans Werk: Unter Oberaufsicht eines am Samstag frisch gebauten und in die Bosseröder Vereinsfarben gehüllten Schneemanns vollzogen – vorne von links – Gemeindebeigeordneter Rainer Luckhardt, Ortsvorsteher Armin Körzell, Ehrenvorsitzender Thomas Becker, 3. Vorsitzender Matthias Malz und der Haupterbauer des Schneemanns, Philipp Becker, den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Sporthaus des TSV Edelweiß Bosserode. Im Hintergrund ist das alte Sporthaus zu erkennen, dessen Sanierung erwogen, dann aber angesichts hoher Kosten und ungewisser Erfolgsaussichten fallengelassen worden ist. Fotos: Apel

Bosserode. Eigentlich ist der erste Spatenstich ja schon längst getan. Denn seit Anfang September sind Fachleute und Mitglieder des TSV Edelweiß Bosserode dabei, die Baugrube für das neue Sporthaus an der östlichen Seite des Bosseröder Sportplatzes auszuheben.

210 Lastwagen-Ladungen Erde sind bereits abgefahren worden. Gleichwohl hatte der Vereinsvorstand am Samstagnachmittag Mitglieder und Freunde eingeladen, um noch einmal auf das Werden des Projekts zurückzublicken und den offiziellen Startschuss für das 580 000 Euro teure Vorhaben zu geben. Wie Ehrenvorsitzender Thomas Becker betonte, habe man schon 1993 über einen Anbau an das 1980 fertiggestellte alte Sporthaus nachgedacht und 2003 darauf gehofft, dass es mit Mitteln aus der Dorferneuerung erweitert werden könne.

Teure Sanierung

Nach Baugrunduntersuchungen habe sich herausgestellt, dass ein Anbau nur dann sinnvoll sei, wenn das alte Sporthaus, das sich im Laufe der Jahre gesetzt hat und immer weiter nach hinten absinkt, mit einem Kostenaufwand von mindestens 200 000 Euro saniert wird. Angesichts dessen habe man sich für einen Neubau entschieden. Becker dankte vor allem Bürgermeister Jürgen Grau und den Mitgliedern der Gemeindevertretung, dass sie sich für den vom Land Hessen mit 110 000 Euro bezuschussten Neubau eingesetzt haben, für den die Gemeinde Wildeck rund 150 000 Euro eingeplant hat. Weiteres Geld kommen vom Landkreis und vom Landessportbund, und einen erheblichen Anteil wird auch der TSV tragend – aus Eigenmitteln und „per Muskelhypothek“.

Baustein kaufen

Außerdem sei jeder, der es mit dem TSV gut meine, eingeladen, für 25 Euro Bausteine zu erwerben. Sein Name werde dann später auf einer Erinnerungstafel festgehalten. Gemeinsam werde man die „Herkulesaufgabe“ stemmen, gab sich Becker zuversichtlich.

Lob für die Weitsicht

Beigeordneter Rainer Luckhardt lobte die Weitsicht der TSV-Verantwortlichen. Für das Gelingen der Sanierung des Altbaus habe niemand eine Garantie geben können. Deshalb sei es richtig, neu zu bauen. Luckhardt stellte auch den Pilotprojekt-Charakter des Sporthaus-Neubaues heraus, der nach Fertigstellung in das Eigentum der Bosseröder Sportler übergehen soll. Ortsvorsteher Armin Körzell sprach von der großen TSV-Familie, der es mit Sicherheit gelingen werde, mit viel Energie und großem ehrenamtlichen Einsatz dafür zu sorgen, dass der Kostenrahmen eingehalten werde.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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