Lagerung der Jahresproduktion von Klärschlamm möglich – kürzere Wege

Neue Halle am Klärwerk

Einweihung: Vertreter von Abwasserbetrieb und Bodenverband nahmen die neue Klärschlamm-Lagerhalle samt Fotovoltaik-Anlage in Betrieb. Foto:  Apel

Bebra. Mit der neuen Klärschlamm-Lagerhalle am Bebraer Klärwerk geht ein seit 1996 bestehendes Provisorium zu Ende. Seit 17 Jahren wird unter Aufsicht des Bad Hersfelder Umweltamtes aus dem bei der Klärung der Bebraer und Ronshäuser Abwässer anfallenden Klärschlamm wertvoller Dünger hergestellt.

Bislang wurden die trockenen und so gut wie gar nicht riechenden, mit Kalk angereicherten Brocken entweder gleich mit einem Miststreuer auf bis zu 70 Hektar Ackerland verteilt oder aber in einer Feldscheune in Blankenheim zwischengelagert, da nur während der Vegetationszeit gedüngt werden darf. Ab sofort können bis zu 750 Tonnen Klärschlamm – das ist in etwa die Jahresproduktion der Bebraer Kläranlage – in der nach Plänen von Architektin Silke Holzhauer errichteten neuen Halle noch kostengünstiger deponiert werden.

Wie der Leiter des Bebraer Eigenbetriebs Abwasser, Herbert Höttl, betonte, gestalte sich der im Frühjahr erfolgte Bau sowohl für die Stadt als auch für den Bodenverband Hersfeld-Rotenburg, auf dessen Kosten die Halle errichtet wurde, von Vorteil. Die Stadt bezahle weiterhin den gleichen Preis dafür, dass ihr der Bodenverband den getrockneten Klärschlamm abnehme. Die Kosten des Bodenverbandes wiederum amortisierten sich innerhalb von 20 Jahren auf der Grundlage des mit der Stadt neu abgeschlossenen Verwertungsvertrages. Der sehe vor, dass das Bauwerk nach 20 Jahren an die Kommune falle, auf deren Grund und Boden es ja ohnehin errichtet worden ist.

Für den Bodenverband erklärte Verbandsvorsteher Horst Taube, dass sich das Kreislaufsystem der Klärschlammverwertung – nicht zuletzt durch genaue Kontrollen – von Anfang an bewährt habe. Die Wege zu den Feldern der beteiligten Landwirte würden jetzt noch kürzer.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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