Versicherte im Kreis tauschen die Karten ohne Widerstand

Neue Gesundheitskarte wird offenbar akzeptiert

Hersfeld-Rotenburg. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte gestaltet sich im Kreis Hersfeld-Rotenburg offenbar unproblematisch. Nur in wenigen Einzelfällen, so berichten die Vertreter der größeren Krankenkassen, lehnten Kunden die neue Karte, für die ihr Foto nötig ist, ab.

Die neue Karte wird seit November vergangenen Jahres ausgegeben, bis Ende 2012 sollen 70 Prozent der Versicherten mit der Karte ausgestattet sein, bis Ende 2013 alle. So sieht es das Gesetz vor. Gegner der Karte befürchten unter anderem, dass sensible Krankendaten über den Chip missbraucht werden können. Auch Ärzteverbände lehnen die neue Karte ab.

„Wir haben etwa 8000 Bilder unserer Versicherten im Kasten,“ sagt Harald Schmidt, Chef der DAK im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Das seien etwa zwei Drittel der Versicherten. Diese könnten ihre Bilder per Post zuschicken, im Internet hochladen oder sich in der Geschäftsstelle in Bad Hersfeld fotografieren lassen. Die Akzeptanz sei sehr hoch.

Ähnliches hat man bei der AOK registriert. 33 500 Menschen im Kreis sind bei dieser Krankenkasse versichert. Wie viele von ihnen die neue Karte haben, ist nicht explizit erfasst, sagte Stephan Gill, Pressesprecher der AOK Hessen. Bis zum Jahresende sollten hessenweit eine Million Versicherte mit der Karte ausgestattet sein, schon im Juni hatten 820 000 die neue Karte. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Gill.

Auch bei der Techniker Krankenkasse wurde nach Angaben von Ingo Rohde, Leiter der Geschäftsstelle in Bad Hersfeld, bislang ein guter Rücklauf verzeichnet. Bei der TKK sind 22 000 Menschen im Kreis versichert. Bei der Barmer-Geschäftsstelle in Rotenburg, die für 6500 Versicherte zuständig ist, hat Alexander Werner ebenfalls keine Kenntnis von Kunden, die die neue Karte aus Datenschutzgründen ablehnen.

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Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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