Alheimerhütte: Familie Jedamski hat an die Brüder Gerlach aus Rotenburg verkauft

Neue Besitzer für die Hütte

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Feier zum 100-jährigen Bestehen: 2010 ist die Alheimerhütte 100 Jahre alt geworden. Klaus und Ulla Jedamski, auf dem Bild mit Enkeln auf dem Arm, feierten das Jubiläum damals mit vielen Gästen. Jetzt haben sie die Hütte verkauft.

Rotenburg/Alheim. Die Alheimerhütte lässt kaum jemanden im Altkreis Rotenburg unberührt: Viele Menschen verbinden damit Erinnerungen an Ausflüge, die oft in feucht-fröhlicher Runde am Bollerofen der Hütte endeten.

Seit über 20 Jahren gehörte Familie Jedamski zu diesem Ausflugsziel wie der Turm zum Berg. Damit ist jetzt Schluss: Klaus und Ulla Jedamski haben die Hütte verkauft – aus gesundheitlichen Gründen.

Die neuen Eigentümer sind genauso heimatverbunden wie die Gäste der Hütte: Die Brüder Hans-Ulrich, Rolf, Klaus und Michael Gerlach aus Rotenburg sind sich mit Familie Jedamski einig geworden. Allerdings werden die Brüder nicht selbst am Zapfhahn stehen – sie haben die Hütte bereits verpachtet. Eine langjährige Mitarbeiterin von Familie Jedamski wird sich weiter um die Gäste kümmern.

„Es war eine reine Bauchentscheidung“, sagt Hans-Ulrich Gerlach. „Wir sind alle mit dem Alheimer großgeworden. Es gab die Wanderungen mit der Familie, die Ausflüge zum 1. Mai – der Alheimer und auch die Hütte sind ein Teil von uns.“

„Wir machen das“

Als er von dem Gerücht gehört hatte, dass die Hütte verkauft werden sollte, traf Uli Gerlach zufällig Klaus Jedamski beim Einkaufen. Der bestätigte die Verkaufsabsicht, und Uli Gerlach beriet sich mit Bruder Michael, um zu entscheiden: „Wir machen das.“ Die anderen Brüdern waren ebenfalls schnell im Boot.

Wirtschaftliche Interessen verfolgen die Gerlach-Brüder mit dem Kauf nicht. Wichtigstes Kriterium für Käufer und Verkäufer war: „Es soll dort grundsätzlich bleiben, wie es ist.“ Der Charme der Hütte mit ihrer rustikalen Einrichtung und dem deftigen Angebot an schlichten Speisen und Getränken soll bleiben.

Genau diese Aussage hat Klaus Jedamski die Entscheidung auch ein wenig leichter gemacht. Nach 22 Jahren aufzuhören, fällt ihm schwer. Wirt in der Alheimerhütte zu sein, hat ihm immer viel Spaß gemacht, erzählt er. „Aber jetzt muss die Vernunft walten“, sagt er und erzählt von gesundheitlichen Problemen. So ganz gehen will er noch nicht: Wenn viel los ist auf der Hütte, will er noch aushelfen.

www.alheimer-huette.de

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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