Lastschriftverfahren wird 2014 umgestellt – Vorbereitung nötig

Neue Bankenregeln fordern die Vereine

Hersfeld-Rotenburg. Wenn in Deutschland bargeldlos bezahlt wird, geschieht das in einem von fünf Fällen per Lastschrift. Dafür ändern sich demnächst die Grundlagen: Ab 1. Februar 2014 wird der einheitliche europäische Standard für den Zahlungsverkehr (Sepa) Pflicht. Vereine, die Mitgliedsbeiträge noch per Lastschriftverfahren einziehen, haben jetzt Handlungsbedarf.

„Wir raten dringend, rechtzeitig mit den Umstellungsarbeiten zu beginnen“, sagt Guido Goletz von der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg. Grundsätzlich sollte jeder Vereinsvorstand den Zahlungsverkehr überprüfen, um die Umstellung auf Sepa zu gewährleisten.

Zu rechnen sei mit erheblichem Mehraufwand in der Verwaltung. „Jedes Vereinsmitglied muss schriftlich über die Neuerungen informiert werden“, erklärt Gerald Gluth, Schatzmeister des 1800 Mitglieder starken Turnvereins Hersfeld 1848. Diese Mitteilung enthält neben der individuellen Mandatsreferenz, die die bisherige Einzugsermächtigung ersetzt, auch den Termin des ersten Einzugs.

Darüber hinaus müssen die bisher genutzten Computerprogramme durch eine Sepa-fähige Software ersetzt werden. „Die Sparkasse unterstützt die Umstellung auf Sepa mit dem Programm SPG Verein“, sagt Wolfgang Kurth von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg.

Als Kassierer des Rotenburger Anglervereins verwaltete Wolfgang Klöppner die Beiträge der 232 Mitglieder bisher mit einem selbst geschriebenen Programm. Zwar sei der Aufwand enorm, doch einen Mitgliederschwund befürchtet er nicht: „Durch die Sepa-Umstellung wird sicher kein Mitglied abgeschreckt“.

Für Vereine gibt es im Juni mehrere Informationsveranstaltungen zum Thema: 19. Juni, 19 Uhr, Sporthaus FSV Hohe Luft; 20. Juni, 19 Uhr, Ellis Saal, Weiterode; 26. Juni, 19 Uhr, Sporthaus des Philippsthaler Fußballvereins.

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Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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