Rainer Nemnich schlägt für Variante mit Anpassungen vor

Ortsumgehung Lispenhausen: Zustimmung für neuen Vorschlag

Rainer Nemnich

Rotenburg. Mit einer neuen Variante für eine Ortsumgehung Lispenhausen ist der ehemalige Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht, Rainer Nemnich, in die Öffentlichkeit gegangen.

Diese Variante lehnt an Überlegungen vom Ende der 80er-Jahre an und sieht eine direkte Anbidung der Umgehung an die Bundesstraße 27 in Höhe der Kläranlage Bebra vor.

Wie Nemnich in einem Pressegespräch erklärte, sei er mit seinem Vorschlag sowohl bei Stadtverordneten in Bebra als auch bei Vertretern der großen in Bebra ansässigen Firmen auf breite Zustimmung gestoßen. Außerdem habe er seine Pläne Peter Wöbbeking, dem leitenden Baudirektor von Hessen mobil, vorgestellt. Das ist die zuständige Planungsbehörde, die derzeit an der in einer Bürgerversammlung präsentierten Trassenführung arbeitet.

Diese aktuelle Trasse stößt auf Widerstand. Gerade erst wurde von der Initiative Pro Rotenburger Fuldaaue ein Bürgerbegehren eingeleitet mit dem Ziel, den Bau zu verhindern.

Rotenburgs Stadtverordnete hatten sich im Herbst einstimmig für den Bau dieser Trasse ausgesprochen, allerdings soll statt eines hohen Brückenbauwerks über die Bahn eine Unterführung gebaut werden, forderten sie.

Rainer Nemnich, der die Umgehungsdebatte über Jahrzehnte verfolgt und mitgeprägt hat, verspricht sich von seiner Lösung nicht nur eine höhere Akzeptanz bei der Bevölkerung und eine wesentliche Verkehrsentlastung für Lispenhausen und Bebra, sondern auch eine Kostenersparnis von mehreren Millionen Euro.

Außerdem werde Bebras Industrie besser an das Straßennetz angeboten, die Stadt könne zudem weitere Flächen für Gewerbe und Industrie vermarkten.

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Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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