134 Bohrpfähle sollen für die Standsicherheit sorgen

Neue A 4-Brücke kostet zehn Millionen Euro

Friedewald. 52,6 Millionen Euro kostet der Ausbau der Autobahn 4 bei Friedewald. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Bis Mitte 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Während der Arbeiten wird die Trasse teilweise komplett neu angeordnet. In Richtung Eisenach wird sie dreispurig. In Richtung Bad Hersfeld bleibt sie zweispurig.

Auch eine Brücke über den großen Kessel wird komplett neu errichtet. Die alte entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen und darf schon bald nicht mehr befahren werden. Aus diesem Grund müssen die Brückenbauer der Adam Hörnig GmbH aus Weimar-Legefeld kräftig Gas geben. Ab dem 1. Januar 2015 sollen laut Hörnig-Niederlassungsleiter Fritz Tiarks die ersten Fahrzeuge über die neue Brücke rollen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Für die 290 Meter lange Brücke laufen derzeit die Pfahlgründungsarbeiten. Insgesamt 134 Bohrpfähle werden bis zu 13 Meter in den schwammigen Untergrund gesetzt, um der Brücke die notwendige Stabilität zu verleihen. Zwischen den Widerlagern an beiden Enden werden insgesamt zehn bis zu 25 Meter hohe Pfeiler errichtet. Jeweils fünf werden leicht versetzt nebeneinander stehen und jeweils einen Brückenteil tragen. „Im eigentlichen Sinne errichten wir zwei Brücken. Denn in der Mitte besteht eigentlich keine Verbindung zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen“, erklärt Jens-Peter Krah von der Ingenieursgemeinschaft Setzpfandt aus Meiningen, der vor Ort den Bau für den Berliner Auftraggeber Deges überwacht.

Die eigentliche Fahrbahn auf der Brücke wird später, wenn die Pfeiler stehen, im Taktschiebeverfahren Stück für Stück eingesetzt.

Die neue Brücke, deren Bau mit Kosten von 10,4 Millionen Euro angegeben ist, wird nach der neuesten EU-Vorgabe, dem sogenannten modifizierten Lastmodell errichtet.

Von Mario Reymond

Quelle: HNA

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