Neuanfang auf Augenhöhe

Ulrich Meier ist neuer Geschäftsführer am HKZ und Finanzdirektor des Klinikkonzerns

Geschäftsführer Ulrich Meier auf der Kardiologischen Intensivstation: Hinten von links Bernd Volland, Michael Klemm, Tilo Löwenstein und vorn Sabrina Möller. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Ulrich Meier vereint gleich zwei Funktionen in seiner Person: Er ist neuer Geschäftsführer des Herz- und Kreislaufzentrums und Finanzdirektor des gesamten Klinikkonzerns Hersfeld-Rotenburg. Ursprünglich für die zuletzt genannte Funktion gekommen, liegt nach dem Wechsel von Ulrich Hornstein an das Kreiskrankenhaus Rotenburg Meiers Schwerpunkt zunächst bei der Geschäftsführung des HKZ.

Nachdem der Kauf des HKZ abgeschlossen sei, gehe es nun darum, nach den Erwartungen und Interessen zu schauen und zu sehen, wo man sich weiterentwickeln könne. Es gebe kein fertiges Konzept aus Bad Hersfeld, sagte Meier, und betonte, er wolle alle Mitarbeiter mitnehmen. Dabei setzt er auf Kommunikation, einen Austausch auf Augenhöhe und einen Neuanfang. Man müsse sich von „den vielen historischen Lasten“ befreien, sagt er. An erster Stelle stehe eine gute Medizin.

Die Stadt gefällt ihm

Dabei sind Ulrich Meier weder das HKZ noch die Stadt Rotenburg neu. Schon vor mehr als 20 Jahren hat er als Vertreter der Hessischen Krankenhausgesellschaft an dem Herzzentrum einen Vortrag gehalten. Es gefiel ihm so gut, dass Familientreffen in Rotenburg in den damaligen „Meirotels“ stattfanden.

Jetzt wohnt er eine Etage über seinem Büro in der Rodenberg-Klinik, wo die Zimmer Hotelcharakter haben. Nur noch jedes zweite Wochenende verbringt er in Karlsruhe, genießt in der knappen Freizeit lieber das Wandern in der Umgebung zusammen mit seiner Frau. Wunderschön fand er die Wanderung nach Schwarzenhasel, die kürzlich wieder eröffnete Alheimerhütte hat der studierte Diplom-Kaufmann auch schon besucht.

Während seiner beruflichen Laufbahn hat Meier für öffentliche und private Krankenhausträger gearbeitet, war für die Finanzen am Klinikum in Fulda und in Karlsruhe zuständig, als Berater hat er viele Häuser kennengelernt und zuletzt eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge aufgebaut, die nun aber leider wieder geschlossen werde, so erzählt der 56-Jährige.

„Reden bis zum Kommitment“, das war dort gefragt und ist auch jetzt für ihn alternativlos. Verschiedene Vorstellungen müssten zusammengeführt werden. Er hofft auf eine Stabilisierung, das HKZ solle „ein bisschen zum Selbstläufer“ werden. Schließlich sind auch die Finanzen für den ganzen Konzerns seine Aufgabe, so etwa der Aufbau einer Konzernbilanz. Im Verbund der Häuser sieht er eine Chance, etwa durch gemeinsamen Einkauf, eine EDV und Nutzung weiterer Synergien.

Doch zunächst liegt sein Schwerpunkt beim HKZ. „Wir stehen nicht schlecht da“, sagt Meier. Dennoch gelte es, weiterzuarbeiten, um den Anschluss nicht zu verpassen. Von seinem Schreibtisch aus blickt er auf ein großformatiges Bild in kräftigen Farben, gemalt von seiner Frau. Doch für ein Foto von sich wählt er symbolträchtig die kardiologische Intensivstation – umgeben von den Mitarbeitern dort.

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