Urteil im Prozess gegen Nentershäuser

Urteil im Missbrauchsprozess: Dreieinhalb Jahre Haft für 23-Jährigen

Nentershausen/Fulda. Das Landgericht Fulda hat einen 23 Jahre alten Mann aus Nentershausen wegen des sexuellen Missbrauchs von zehn Jungen aus seinem Bekanntenkreis am Dienstag zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte, der nicht sofort in Haft muss, hatte die Taten an den drei vorhergehenden Verhandlungstagen in nicht öffentlicher Verhandlung im wesentlichen gestanden.

Lediglich in Details wichen seine Schilderungen von denen seiner Opfer ab. Die Jungen waren bei der Tat zwischen acht und 15 Jahren alt. Der Junge, der am häufigsten missbraucht worden ist, hatte ausgesagt, dass er fünf bis zehnmal missbraucht worden sei. Die Staatsanwaltschaft war in diesem Fall noch von 20 bis 22 Taten ausgegangen. Die Zweite Strafkammer nahm deshalb insgesamt 18 Straftaten an.

Staatsanwalt Stephan Müller-Odenwald hatte eine Jugendstrafe von vier Jahren Haft gefordert, Verteidiger Dr. Holger Rostek betonte in seinem Schlussplädoyer, der Angeklagte habe sich nach seiner Festnahme so positiv entwickelt, dass eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung ausreichend sei. In seinem letzten Wort vor dem Urteil hatte der Angeklagte in zwei kurzen Sätzen beteuert, er wolle jetzt straffrei leben und seine begonnene Veränderung fortsetzen. Ein öffentliches Wort des Bedauerns mit seinen Opfern fand er nicht. (vn)

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