Nentershäuser wollen ihren Schulstandort sichern

Nentershausen. Die Gemeinde Nentershausen will sicherstellen, dass der Standort der Grundschule in Nentershausen in Zukunft nicht durch sinkende Schülerzahlen in Gefahr gerät.

Dazu liegt der Gemeindevertretung für ihre nächste Sitzung am Mittwoch, 31. August, ein Beschlussvorschlag vor. Er sieht vor, den Landkreis Hersfeld-Rotenburg aufzufordern, die Grundschule in Nentershausen dauerhaft zu erhalten. Die Satzung über die Bildung von Schulbezirken im Landkreis soll entsprechende Regelungen enthalten.

Parallel dazu sollen das Land Hessen und der Kreis aufgefordert werden, den ländlichen Raum im Hinblick auf den demografischen Faktor - in diesem Fall die Schülerzahlen - so zu berücksichtigen, dass der Erhalt der Grundschule in Nentershausen nachhaltig gesichert wird. Das teilte Bürgermeister Ralf Hilmes mit. Der Gemeindevorstand hat dem Beschlussvorschlag bereits zugestimmt.

Bezirke werden überarbeitet

Der Kreistag wird in Kürze eine Schulkommission gründen, um die Satzung über die Bildung von Schulbezirken im Kreis, die aus dem Jahr 1986 stammt, zu überarbeiten. Darin ist festgelegt, dass der Einzugsbereich für die Grundschule Nentershausen die Gemeinde Nentershausen umfasst. Einzige Ausnahme ist der Ortsteil Süß. Außerdem soll der Schulentwicklungsplan Anfang 2017 neu aufgestellt werden.

Die Nentershäuser Gemeindevertretung hatte sich auf Antrag der CDU-Fraktion schon einmal im April mit dem Thema befasst - mit dem Ziel, den Schulstandort zu sichern. Die SPD setzte damals ihren Änderungsantrag durch. Damit wurde der Gemeindevorstand beauftragt, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um auf Grundlage der zurzeit bestehenden Schulbezirke für Grundschulen im Kreis den Standort in Nentershausen langfristig zu erhalten. Sollte eine Änderung der Bezirke erwogen werden, indem die Grundschulkinder aus dem Ortsteil Süß vom Schulbezirk Wildeck dem Schulbezirk Nentershausen zugeordnet würden, sei zwingend der Elternwille der Süßer Grundschulkinder und die Meinung des Ortsbeirates Süß zu berücksichtigen.

Die Verwaltung hat sich daraufhin im Juni zu einem Gespräch mit Verantwortlichen der Kreisverwaltung, der Schulleiterin und mit Vertreterinnen des Fördervereins der Schule getroffen.

„Die Schulbezirke sollten so gestaltet werden, dass jede Kommune mindestens eine Grundschule behält - auch mit Blick auf die langen Wege im ländlichen Raum“, betonte Bürgermeister Hilmes. Dafür werde er auch als Mandatsträger im Kreistag kämpfen.

Weitere Themen der Sitzung

Die nächste Parlamentssitzung findet am Mittwoch, 31. August, ab 20 Uhr im Bürgerhaus in Süß statt. Auf der Tagesordnung steht außerdem ein Antrag auf Umbenennung einer Straße in Süß. Zudem wird es um weitere Projekte gehen, die aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) finanziert werden sollen.

Quelle: HNA

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