Stadt Rotenburg sucht weiter Lösung für Wehr am Breitinger Kirchweg

Nein zum Kauf des Gerichts

Gegen den Kauf: Das Grundstück des Rotenburger Amtsgerichts geht nicht in den Besitz der Stadt über. Archivfoto: Schaake/nh

Rotenburg. Es bleibt dabei: Für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in der Kernstadt und die Erweiterung des Kindergartens an der Egerländer Straße versucht die Stadt Rotenburg, eine Lösung auf dem Grundstück der Firma Brühl am Breitinger Kirchweg zu finden. Aus dem Rennen ist die Variante, das Grundstück des ehemaligen Amtsgerichts an der Weidenberggasse zu kaufen und dort Platz für einen Neubau für die Brandschützer zu schaffen. So lautet der Beschluss des Stadtparlaments von Donnerstagabend.

Mit 550 000 Euro war das grundstück mitsamt dem Bau vom Hessischen Immobilienmanagement zunächst geschätzt worden – die Stadt Rotenburg hatte dankend abgewinkt. Da sich für diesen Preis überhaupt kein Bieter gefunden hatte, wurde das Grundstück erneut bewertet – Ergebnis diesmal: 300 000 Euro. Zu diesem Preis, signalisierte die Stadt, wäre sie gern wieder mit im Boot – eingedenk der Tatsache, dass für die Feuerwehr ein Grundstück für den neuen Stützpunkt gesucht werde.

Neubewertung

Zwischenzeitlich, so berichtete Bürgermeister Christian Grunwald bei der Parlamentssitzung, meldete sich jedoch ein weiterer Interessent und bot 390 000 Euro für das knapp 4200 Quadratmeter große Areal. Zu diesem Preis hätte die Stadt Rotenburg einsteigen können.

Doch das lehnten nun alle Stadtverordneten ab. Der Grundstücksteil am Breitinger Kirchweg, auf dem Platz für die Feuewehr wäre, hätte eine Fläche von 5500 Quadratmetern. Das nicht weit entfernte Gelände am Obertor, das die Brandschützer derzeit nutzen, entspreche nicht mehr den Anforderungen. Unter anderem gebe es keine getrennten Sanitärräume, keine Parkplätze für Privatfahrzeuge, und die Einsatzfahrzeuge müssten hintereinander geparkt werden, was nicht mehr erlaubt sei.

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

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