Am HKZ nehmen vier Arztassistenten den Medizinern viel Arbeit ab

Die vier Arztassistenten am HKZ (von links): Lars Raabe (Herzchirurgie), Martina Reinki (Orthopädische Reha), Lothar Koch (Kardiologie) und Heidi Hüttner-Roth (Diabetesberatung). Foto: nh

Rotenburg. Am Herz- und Kreislaufzentrum gibt es eine neue Berufsgruppe: Arztassistenten entlasten die Mediziner, sind vor allem aber für die Patienten wichtige Ansprechpartner.

Sie tragen lila, sind aber keine Milka-Kühe, sondern „eierlegende Wollmilchsäue“. Zumindest sagt das HKZ-Geschäftsführer Ulrich Hornstein über die neuen Arztassistenten. Er meint es anerkennend, denn die Arztassistenten sollen die Ärzte der Rotenburger Fachklinik entlasten und die Patientenbetreuung verbessern.

Vier erfahrene Pflegerinnen und Pfleger haben sich für das neue Berufsbild umfangreich weitergebildet: 164 theoretische und 62 praktische Stunden haben sie gelernt und am Ende eine interne Prüfung abgelegt. Nun erfüllen sie eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Arzt und Patient, heißt es beim HKZ.

„Die Arztassistenten machen fast alles rund um den Patienten“, sagt Hornstein, der sich davon eine Entlastung der Ärzte erhofft, denn „die werden am Patienten gebraucht, nicht am Schreibtisch.“

Und so schreiben Arztassistenten wie Lars Raabe aus der Herzchirurgie Arztbriefe und andere Korrespondenz, übernehmen aber auch Handgriffe, die sonst Medizinern vorbehalten waren: „Wir nehmen Blut ab, ziehen Zugänge und Drainagen und machen andere Tätigkeiten, die nicht unbedingt von einem Arzt erledigt werden müssen“, sagt Raabe. Die Grenzen sind vom Standesrecht klar geregelt.

Von Marcus Janz

Warum die Arztassistenten insbesondere für die Patienten von Vorteil sind, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

Quelle: HNA

Kommentare