Musik, Kunst und Kabarett lockte die Besucher ins ökologische Schullandheim

Auf in die Nacht der Lieder

Fröhliche Folkmusik: Der englische Musiker Julian Dawson testete Songs, die er spielen wird, wenn er im Herbst auf Tournee durch mehrere europäische Länder gehen wird. Foto: Meyer

Licherode. Den Samstagabend, sang Julian Dawson, habe der liebe Gott für Konzerte geschaffen. Insofern nutzten die Gäste der Nacht der Lieder im Pavillon des ökologischen Schullandheims in Licherode den Samstag optimal: Bis nach Mitternacht dauerte der Abend mit Musik, Kunst und Kabarett.

Den Titel „Ferne Welten“ trug der Abend, und in diese wurden die Besucher schon vor Beginn der Musik entführt. Die Hönebacher Künstlerin Barbara Grumm hat im Pavillon ihre Bilder ausgestellt. Sie zeigen Motive aus einer Welt, die weit entfernt ist. In den 1980er-Jahren war Grumm als Entwicklungshelferin in Thailand. Die dort entstandenen Fotos von Reisbauern hat sie viel später in Aquarellzeichnungen umgesetzt, die zeigen, wie mühsam die Landwirtschaft in der armen Gegend ist.

Hägele moderierte

Johannes Lutz, der im Schullandheim als Umweltpädagoge arbeitet, moderierte in seiner Rolle als Hägele aus Schwaben und erklärte, warum die Schwaben als geizig gelten und gut auf ihre Sachen aufpassen: „Liebe vergeht, aber Sach’ bleibt Sach’.“ Klaus Adamaschek alias Shiregreen spielte besinnliche Songs seines nächsten Albums, das „Thirteen Stories to tell“ heißen wird.

Nach den besinnlichen Klängen sorgte der englische Musiker Julian Dawson mit dem Gitarristen Uli Kringler für fröhliche und manchmal poppige Folk-Musik und testete verschiedene Songs, mit denen er im Herbst auf Tournee in verschiedenen europäischen Ländern gehen wird. Für Adamaschek, der kürzlich bekannt gab, von der Leitung des Schullandheims zurückzutreten, war es die vierte „Nacht der Lieder“ im Pavillon. Wie es weitergehe, sei erst mal offen, sagte er. Auf jeden Fall freue er sich, zu zeigen, „dass wir da oben auch noch was anderes machen als Umweltbildung“. Die Ausstellung mit den Bildern von Barbara Grumm bleibt für die nächste Zeit im Pavillon.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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